Malheur zur falschen Zeit

O je, und das gleich, ehe es so richtig losgehen soll! Da muss Hannover 96 nicht nur für mehrere Wochen auf seinen Rekordspieler und Bundesliga-Oldie verzichten, da geht den “Roten” auch noch Johan Djourou durch die Lappen. Steven Cherundolo wird erneut am linken Knie operiert, Djourou hat seine Liebe zum anderen HSV entdeckt und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Jedenfalls bis zum nächsten Nordderby gegen den Nachbarn mit der Raute im Wappen. 

Dass es sich dabei wirklich um den “großen HSV ” handelt, wie so mancher Hamburger Anhänger zu sagen pflegt und was Djourou möglicherweise den Kopf verdreht hat, muss sich erst wieder herausstellen. Und noch hat der FC Arsenal, bei dem der Schweizer bis 2015 unter Vertrag steht, nicht Ja gesagt zur neuen Ehe auf Zeit, die Djourou nach dem halbjährigen Flirt mit den “Roten” plant und die ihn dann zum Buhmann macht. Bei den meisten 96-Fans hat er jetzt schon allen Kredit verspielt, weil er Hannover den Rücken kehrt.

Auch das erhöht die Spannung darauf, wenn im August der Ball wieder rollt in der Bundesliga. Der neue 96-Sportdirektor Dirk Dufner muss jetzt beweisen, wie gut er sich auf diese Situation vorbereitet hat. Das Problem: Ein guter Innenverteidiger, der die löchrige Abwehr dicht machen kann, lässt sich nicht so mir nichts, dir nichts aus dem Ärmel schütteln. Und einen tiefen Griff in die Kasse will sich 96 anscheinend nicht leisten.

Da kann man nur hoffen, dass Rechtsverteidiger Cherundolo in absehbarer Zeit wieder auf die Beine kommt. In der vergangenen Rückrunde hat es rund zwei Monate gedauert, bis sich der Amerikaner nach dem Eingriff am Knie wieder zurückmeldete. Länger sollte es auf keinen Fall dauern, sonst hätte 96 das nächste dicke Problem in der Abwehr.

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Über Norbert Fettback

Norbert Fettback, Jahrgang 1953, begleitet die "Roten" journalistisch seit 1991 und hat damit (fast) alles miterlebt an Höhen und Tiefen: den DFB-Pokalsieg ebenso wie den Abstieg in die damalige Regionalliga und in jüngerer Zeit die Europa League. Das Fußballspielen hat er selbst vor langer Zeit aus Verletzungsgründen beendet. Vor zehn Jahren stellte er fest, dass Laufen als Freizeitsport auch nach zwei Kreuzbandrissen durchaus Spaß machen kann.

4 Gedanken zu „Malheur zur falschen Zeit

  1. Enrique del Gotemburgo

    Ich denke das passt schon so in der Innenverteidigung. Schulz/Djourou wäre stark gewesen, aber wenn Sané n guter Fang ist (mein französischer Arbeitskollege behauptet das), dann passt das schon. Hoffmann, Haggui, Felipe, Avevor, Ballas – in der Breite sind ja zumindest auch genug Alternativen da.

    Dass Stevie schon wieder ausfällt ist schade. Hoffe es geht recht schnell. Bis dahin sollen Avevor und Sakai gut Spielpraxis sammeln. Halte von beiden ziemlich viel.

    Ganz im Ernst denke ich, der Kader steht so doch schon. Es können nur 11 spielen und 6 Feldspieler auf die Bank. Wir sind ja nicht Wolfsburg… höchstens ein junges Talent fürs offensive Mittelfeld könnte man noch holen, als Backup des Backups. Sehe sonst tatsächlich keinen Bedarf, wenn nicht noch jemand gehen sollte.

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  2. Didou

    Schade, ich hatte auch noch auf Jannik Löhden für die IV gehofft, aber man hat ihn leider zu Victoria Köln ziehen lassen. Am meisten bin ich natürlich über Moa traurig.

    Ansonsten ist der Kader von der Quantität vollkommen ausreichend, da es ja diese Saison nur zu 34 BL-Spielen und erfahrungsgemäß zu 1 bis 2 DFB-Pokalspiele kommt.

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