„Wir hatten keine Chance auf Fußball“

Beim Testspiel gegen Istanbul Basaksehir FK hat sich Edgar Prib verletzt. Treblin

Beim Testspiel gegen Istanbul Basaksehir FK hat sich Edgar Prib verletzt. Treblin

Solch eine Schlammschlacht! Der erste Test des Jahres (0:0 am Mittwoch gegen Basaksehir FK aus Istanbul) hatte für die „Roten“ null Aussagekraft. Der Dauerregen der vergangenen Tag und auch während der Partie hat es fast unmöglich gemacht, sich Eindrücke zu verschaffen, wo 96 steht.

„Wir hatten keine Chance auf Fußball“, sagte 96-Torjäger Joselu. Dazu dieses Verletzungspech auf beiden Seiten: 96-Profi Edgar Prib etwa musste schon nach siebeneinhalb Minuten wegen einer Oberschenkelverletzung runter. Besonders bitter traf es den türkischen Erstligisten: Erst erwischte es Ferhat Öztorun, der bei einem Kopfballduell unglücklich von Marcelo mit dem Knie im Rücken getroffen wurde (29.). Schlimmer erwischte es Istanbuls Rumänen Alexandru Epureanu (57.). Bei einem Abwehrversuch nach einem Eckball der „Roten“ prallten er und sein Mitspieler Ömercan Sokullu mit den Köpfen zusammen. Während Sokullu mit Verband weiterspielen konnte, musste Epureanu erst minutenlang behandelt und dann mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht werden. Zu sagen, einige Verletzungen wären auf einem normalen Platz wohl eher nicht passiert, ist hypothetisch.

Sei es drum, am Tag danach geht es für die 96-Profis ruhiger zu. Morgens Athletik- und Krafttraining im Hotelbereich, der Nachmittag ist frei. Auch wenn das Hotel Titanic einfach riesig ist, viel Abwechslung bietet mit Wellnessbereich und Einkaufsmeile, mit Spielhallen und Wasserrutschen – Lars Stindl und Co. werden froh sein, mal rauszukommen. Es ist zwar erst der fünfte Tag in Belek, aber dieses ständige Aufeinanderhocken kann schon einmal nervig sein.

Mittelfeldspieler Ceyhun Gülselam hat sich schon als Fremdenführer in Belek und Umgebung für seine Kollegen angeboten. Er spricht als Deutschtürke perfekt Türkisch – und hat alle seine Wintertrainingslager, wie er sagt, an der türkischen Riviera verbracht. „Nicht dass die Jungs sich irgendwo noch was Falsches zu essen bestellen“, sagt er schmunzelnd.

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