Wie gut ist die Stimmung?

Foto: zur Nieden

Foto: zur Nieden

Der HAZ-Artikel über die Stimmung am Sonnabend im Stadion hat kontroverse Reaktionen auf HAZ.de sowie bei Facebook und Twitter hervorgerufen. Deshalb melde ich mich an dieser Stelle noch einmal zu Wort.

Ich berichte seit 1992 über Hannover 96, habe also die guten und die schlechten Zeiten erlebt, auch von der Stimmung her. Wie man an Euren Beiträgen sieht, gibt es offensichtlich nicht nur viele Meinungen, ein Fußballspiel zu bewerten. Sondern auch die Stimmung bei einem Spiel. Und die fand ich, und so steht es auch im Bericht des Kollegen Jörg Grußendorf, zeitweise wirklich gut. Na klar, das ist noch keine Stimmung wie gegen Sevilla. Aber viele Besucher haben sich anstecken lassen von einer beherzten Mannschaft und sie angefeuert – so haben es übrigens auch die Spieler empfunden. Und wann hat es das zuletzt gegeben, dass die gegnerische Mannschaft bei Ballbesitz auch mal ausgepfiffen wird? Und wann gab es zuletzt „Steht auf, wenn Ihr Rote seid“-Rufe, und tatsächlich sind viele aufgestanden?

Jeder empfindet die Stimmung anders, deshalb können wir es nie allen recht machen. Die Formulierung „Fast wie in den besten Tagen“ ist sicherlich etwas übertrieben. Einverstanden. Aber warum die Sache nicht mal positiv angehen? Mit dem Schönschreiben von Stimmung hat das deshalb noch lange nichts zu tun.

Dieser Beitrag wurde unter Die Roten abgelegt am von .
Heiko Rehberg

Über Heiko Rehberg

Heiko Rehberg, 50 Jahre, schreibt seit 1992 über die „Roten“ und hat von der 3. bis zur 1. Liga alles mitgemacht. Der Sportchef war für die HAZ bisher bei fünf Fußball-Weltmeisterschaften dabei, das Turnier in Rio war für ihn nach 16 Jahren der krönende Abschluss als Nationalelfbegleiter. Rehberg kickt, wenn es Knie und Knöchel zulassen, noch in der Altherren des TuS Bröckel und hat die HAZ-Fielmann-Fußballschule ins Leben gerufen, in deren Trainerteam er auch mitmacht.

38 Gedanken zu „Wie gut ist die Stimmung?

  1. Nik

    Mittlerweile kann man sehr wohl von einer tendenziellen Berichterstattung des Madsack Verlags sprechen. FAZ, TAZ, NDR und sogar das Handelsblatt bringen ausgewogene Artikel zum Thema Stimmung und Fanproblematik bei Hannover 96 zustande, nur ausgerechnet die beiden Zeitungen aus Hannover nicht. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt. Mir ist es auch egal, ob dabei das Investment des Madsackverlags eine Rolle spielt oder nur ein zweifelhaftes Verständnis von Journalismus.

    Antworten
    1. Leele

      „Na klar, das ist noch keine Stimmung wie gegen Sevilla.“

      Das ist auch noch keine Stimmung wie gegen Cottbus oder Aachen vor etlichen Jahren.
      Ich finde es einfach schade wie manche Sachen verschwiegen werden und die Fanszene in vielen Artikeln als Miesepeter dargestellt wird …

      Antworten
  2. Leo

    „Aber warum die Sache nicht mal positiv angehen?“

    Na, weil sie ausschließlich „positiv“ angegangen wird. Das einzig Negative sind doch diese Stimmungsverweigerer, die angeblich niemand braucht und von denen ein kleiner Teil es auch noch wagt seinen Unmut im heiligen Rund kund zu tun. Frechheit! Und das auf dem Rücken der wahren Kundschaft, die doch einfach nur 22 Leute und nen Ball sehen will, ohne mit nervigen Hintergründen belästigt zu werden. Denn es sind ja ausschließlich die Synonyme Pyro/Gewalt, die uns in diese Situation gebracht haben…
    Man macht es sich an dieser und anderen Stellen im Verlagshaus viel zu einfach, weswegen nicht erst seit gestern der Vorwurf der „Hofberichterstattung“ im Raum steht.

    Antworten
  3. Nina

    Die Stimmungsverweigerer sind für mich nicht die paar KMR-Rufer sondern die anderen 30.000 im weiten Rund, die das ganze Spiel nicht auch nur einmal versuchen, irgendwas zur Stimmung beizutragen außer zu peiffen oder gegen den Trainer oder Güselam zu hetzen.

    Antworten
  4. portishead

    @johann
    @paddy palavert
    Es fehlen noch die verbalen Becherwerfer,von denen ein paar ja auch wieder gegen Dortmund tätig waren.
    dann haben wir die Stimmung,die fast wie in den besten Tagen ist und auch gegen Dortmund spürbar war von 20 Minuten abgesehen.
    Ist ja hier richtige Stadionatmospäre .

    Kritik ist ok,aber das sind Schmähungen und haben nicht das geringste mit Sachlichkeit zu tun.

    Antworten
  5. Uwe

    findet Euch damit ab!
    Hannover ist emotionslos. Das gilt für die antiseptischen Maschsee-Feste genauso wie für die pseudo-Prominenz.
    Kultivierte Langeweile. Hier gibt es keinen „Tempel“ in den tiefreligiöse Fans pilgern.
    Ein überalterter knöcherner Autokrat kann daran nichts ändern, weil er von Realitätsresistenz beseelt ist und nur so viel Geld machen will, das er zu Lebzeiten gar nicht mehr ausgeben kann …
    Emotionen reduzieren sich bei H96 nur auf Sensationen wie die EL oder auf blanken Hass wie gegen BS.
    Eine solch blutleere Beziehung sollte man schnellstens beenden.

    Antworten
  6. N1

    Die Botschaft der Vereinsführung ist doch eindeutig: Wir (Hannover 96) brauchen Euch nicht, wir wollen Euch nicht. Ihr seid austauschbar, wirtschaftlich unwichtig. Bezahlt Eintritt, konsumiert Getränke und Speisen und verhaltet Euch erwartungskonform. Ansonsten seid gefälligst ruhig. Eure Meinung tut nichts zur Sache. Wir sind unfehlbar. Unterlasst Rufe gegen Herrn Kind, macht Stimmung, ihr stört und schadet der Mannschaft

    Antworten
  7. AlterRoter96

    Die so aktive Fanszene sollte sich von ihrem ersparten Eintrittsgeld mal einen großen und sehr breiten Spiegel kaufen und sich dann davorstellen. Vielleicht erkennen sie ja dann, dass Sie nicht so absolut unschuldig sind wie sie sich immer gerne hinstellen. Gegen Dresden und Braunschweig hat man gezeigt worum es ihnen geht, nämlich nur um sich selbst und ihre Darstellung, mehr nicht! In vielen Auswärtsspielen wurde gezündelt und das alles im Namen Hannover 96. Ja sie haben die Stimmung geliefert, ja sie sind ein Teil der bunten Fanszene im Stadion, aber damit erkauft man sich kein Recht, sich zu benehmen wie man will. Dass die Rote – Kurve ihre Konsequenzen gezogen hat ist
    wirklich konsequent, dass der „Fanladen“ geschlossen wurde ist schade und es tut mir leid, trotzdem gab es genug Androhungen von Seiten des Vereins und Instanzen im Vorfeld und es sollte klar gewesen sein, dass weitere Schritte folgen und das diese weh tun werden. Martin Kind hat Fehler gemacht, ohne Wenn und Aber, allerdings haben die aktiven Fans sich dermaßen falsch verhalten und mit ihrem Schritt jetzt ausgegrenzt, dass sie es aus meiner Sicht nicht verdient haben das man den ersten Schritt auf sie zu macht. Es gibt bei diesem unrühmlichen Spiel nur Verlierer, aber zugeben tut es auch keiner.

    Antworten
  8. yakoni

    Jeder sollte begreifen , dass uns diese Saison der Abstieg droht und mal das eigene Ego in den Standby – Modus schalten und sich ganz auf den Support des Teams konzentrieren.
    Ich teile die Einschätzung von @ AlterRoter96 , dass beide Seiten Fehler begegangen haben und man die Vergangenheit vielleicht mal Vergangenheit sein lasen sollte und stattdesssen in einen konstruktiven Dialog ohne Vorbedingungen gehen sollte.
    Es müßte m.E. ein Gremium ohne MK bei 96 installiert werden , das diese Verhandlungen seitens 96 führt und dieses Gremium müßte auch Entscheidungskompetenz besitzen , damit das Ganze nicht zur Farce wird.

    Antworten
  9. KlausThorben

    Das Gremium ohne Kind ist einer der besten Vorschläge in dieser Debatte.
    Dass die Fans Fehler gemacht haben ist längst in der Debatte angekommen. Dass Kind Fehler gemacht hat, wird -vor allem in der Lokalpresse- totgeschwiegen.
    Meiner Meinung nach schadet MK Hannover viel mehr als „die Chaoten“ die dem Club ein paar Hunderttausend Strafe gekostet haben. Deshalb sollte er die einzig richtige Konsequenz ziehen und seinen Hut nehmen, bevor es zu spät ist (und damit meine ich bevor er 2018 mit seinen ekelhaften Neoliberalisten den Club zerstört hat).

    Antworten
  10. quiqui

    Ich bin auch der Meinung, dass Martin Kind seine beste Zeit mit Hannover 96 hinter sich hat. Sein Gebärden gegen Fans von Hannover 96 ist kaum noch zu ertragen. Keine Spur von Reue oder Entgegenkommen. Wie heißt es so schön: „Der Kluge gibt nach“! Wer an den Hebeln der „Macht“ sitzt, könnte sich in der öffentlichen Wahrnehmung anders verhalten. Schade hier vergibt der Verein schon wieder eine Chance. Ich glaube, dass der Schritt zur Umkehr der Stimmung nur relativ klein ist, aber selbst das widerspricht dem Machtmenschen. Die Abwärtsspirale ist nicht mehr zu verleugnen. Es gipfelt letztlich am Festhalten eines trostlosen Trainers und ahnungslosen Managers.
    So ein kleinkariertes Verhalten ist mir seitdem ich Fan von 96 bin seit 1974 noch nicht untergekommen.

    Antworten
  11. judas

    Für Martin Kind zählt nur der wirtschaftliche Erfolg.
    Laut den Geschäftsberichten der letzten Jahre haben Kind, Rossmann und die anderen Alibi-C-Promis mit dem Verein mehrere Millionen verdient.
    Geld ist ausreichend vorhanden – nur ist man nicht bereit dieses in den Verein zu stecken sondern lieber in die eigene Tasche.
    Da werden Manager und Spieler vergrault weil dem Verein die Prämien zu teuer werden – wenn es mal gut läuft.
    Folglich werden irgendwelche Ochsen-Transfrs getätigt: von Tuberkulose Patienten bis hin zu Spieler die permanent verletzt sind oder Nschwuchsspieler aus fremden Vereinen angeworben, die keinerlei Qualität besitzen und nicht ein Spiel bestritten haben.
    Auf der anderen Seite werden eigene Talente nicht ausreichend gefördert – weil Sie den falschen Pass haben obwohl Sie sich zu 100% mit dem Verein und dr Region identifizieren.
    Kein Fan hat etwas dagegen wenn ein Spiel verloren geht – wenn man erkennt das die Mannschaft kämpft und als Einheit auftritt.
    Die letzten Wochen dieser letargischen Truppe waren aber alles andere als eine Leistungsexplosion.
    Kein Konzept – Spielidee oder ein ROTER Faden im Spiel erkennbar. Dafür ist auch der Trainer verantwortlich.
    Das beste wäre – 96 steigt endlich ab. Dann geht den Herren da oben die Pumpe weil die TV Gelder fehlen und man ist gezwungen sich neues Konzept zu überlegen wie Fussball in Zukunft geplant und gespielt werden soll.

    Antworten
  12. Gianduja

    Kann es sein, dass hier bei den Kommentaren zensiert wurde? Ich erinnere mich noch an einige Bemerkungen, die in sprachlich unangemessener Weise, dennoch inhaltlich zutreffend die ausgesprochen einseitige Berichterstattung bzw. Kommentierung durch Herrn Rehberg und seine Kollegen dargestellt haben. Ich kann zwar die Löschung aufgrund der Ausdrucksweise in gewisser Weise nachvollziehen, das löst aber nicht das Problem, nämlich die ungeheure Abhängigkeit der HAZ-Sportredakteure von den sicherlich vorhandenen Vorgaben des 96-Mitgesellschafters, der Madsack-Gruppe.
    Wer die Berichterstattung der HAZ über einen längeren Zeitraum verfolgt, wird feststellen, dass es offenkundig zwei Grundregeln gibt:
    1. Die Gleichung: Kind-Kritiker = Ultra = Gewalttäter
    2. Alle Personalien können in Frage gestellt werden (z.B. Korkut, Dufner) nur die Position Martin Kinds ist sakrosankt und darf nicht einmal ansatzweise diskutiert werden. Daran ändert jetzt auch die leise Kritik an einigen Maßnahmen Kinds in der Vergangenheit nichts, zu denen sich die HAZ in den letzten Tagen bequemt hat.

    Also, Herr Rehberg: wo bleibt die Plattform für diejenigen, die den aktuellen Konflikt mit der Person Martin Kind an der Spitze für nicht lösbar halten?
    Und: wo bleibt die Infragestellung des wirtschaftlichen Konstrukts der Gesellschafter von 96, insbesondere der geplanten, vollständigen Trennung von „Marke“ und „Verein“ im Jahre 2017?
    All dies kann man seriös und kontrovers diskutieren, auch wenn man kein Pyro-Befürworter ist…

    Antworten
  13. Ralph

    Tja, eigentlich hat Herr Rehberg ja in diesem Blog etwas zur Stimmung und den unterschiedlichen Sichtweisen dazu geschrieben.
    Einige müssen aber nun wieder den immer gleichen Sermon über MK absondern.
    Thema verfehlt, setzen, 6!
    Dann wird hier noch der Verdacht der Zensur geäußert, und NP und HAZ wird mangelnde Objektivität vorgeworfen, und fertig ist das Bild vom wahren, ewig mißverstandenem Fan, der für alle anderen außerhalb der Nordkurve nur Verachtung übrig hat.
    Da kann man dem Beitrag von AlterRoter96 nur noch zustimmen.
    Zum eigentlichen Thema:
    Ich fand, daß am letzten Samstag in W16/17/18 die Stimmung auf jeden Fall gut war. Sicher ist da noch Luft nach oben. Ich muss mir aber auch nicht vorwerfen lassen, daß ich für den höheren Preis meiner Dauerkarte nicht permanent auf den Sitzen stehe und 96 anfeuere. Aus dem Alter bin ich raus, aber deswegen noch lange kein schlechterer Anhänger von 96.

    Antworten
    1. judas

      Doch musst du.
      Gerade die vermeintlichen Dauerkarten-Deppen verstehen auch ihre Mitschuld an der mangelnden Stimmung nicht.
      Sich ins Rundzu setzen und quasi durch die Ultras erst animiert werden zu müssen ist schon peinlich aber typisch für 96.
      Zur Emotion im Stadion gehört auch Provokation.
      Aber wie hat es doch einer in einem Kommentar so trefflich formuliert: Das Problem Kind löst wahrscheinlich auf demografische Art. Bin dann mal auf Sprechchöre gespannt

      Antworten
  14. margi

    ich frage mich wirklich, ob die Hetze gegen Martin Kind noch normal ist!
    Dieser Mann hat für 96 soviel getan, wie kein Anderer!
    Warum wird das immer wieder vergessen?

    Das ist Alles nur noch peinlich !

    Die Vereine sind nur noch dabei für die Verfehlungen der Ultras zu zahlen. Was z.B.
    sollte das Plakat eines Massenmörders im Stadion ? Was hat das mit 96 zu tun?
    Die BILD hat es angeprangert und M.Kind musste reagieren!!
    So geht es immer weiter……..
    In Leipzig, Köln Dortmund hat man gesehen, wo die Entwicklung hinführt !!

    Irgendwann wird H96 nicht mehr der einzige Verein sein, der seine Ultras aus dem
    Stadion verbannt.

    Antworten
  15. judas

    Ich bitte dich margi,

    was soll dieses Hörigkeitsdenken.
    Er hat so viel für den Verein getan…..
    Das ich nicht lache…
    Dieses Totschlag-Argument wird immer gebracht wenn eine ergebnisoffene kritische Reflexion von Herrn Kind vermieden werden soll.
    Die Zeiten der 3.Liga und Relegation sind längst vorbei.
    Und schon damals hat sich Kind nicht mit Ruhm bekleckert.
    Der Verein ist mittlerweile 15 Jahre weiter.

    Seine großen Leistungen:
    ???
    Das Stdion wurde im zuge der WM 2006 modernisiert. Was war der Beitrag von Kind??? NICHTS
    Alles wurde über den DFB und staatliche Fördermittel finanziert.
    Ok – 96 – hat wahrscheinlich den Teekocher in den Vorverkaufsstellen gesponsert.

    Thema – Nachwuchszentrum:
    Erst nachdem das Land Mittel bewilligt hat wird der Groß-Zampano wieder als Institution nachhaltiger Vereinspolitik gelobt.

    Geplant war ja mal ein Zentrum am Messegelände-Ost – dann wäre aber der Erbpachtvertrag über das Eilenriedestadion obsolet geworden.

    Also hat man sich lieber hier nochmal für 96 Jahre günstig eingekauft -wer sonst sollte den bitte das Gelände nutzen – ARMINIA – vielleicht. Eher nicht.

    Mittlerweile ist die wlet von Facebook, Twitter etc. dominiert.
    Ein alter Präsident der mit den neuen Gebenheiten hoffnungslos überfordert ist versucht durch massive Machtdemonstration sein Ansehen zu zu retten und versteht nicht, dass dadurch alles nur schlimmer wird.

    Das sich Kind mal öffentlich erklärt : ICH habe Fehler gemacht,…Es tut mir leid.
    Wir der in seiner Boniertheit wohl kaum schffen können. Aber vielleicht sind die dementen Tendenzen bei Ihm bald vielen anderen Beobachtern klar.

    Antworten
  16. margi

    Hallo Judas!
    Für den Job, den Martin Kind bei Hannover 96 macht, lässt er sich nicht bezahlen!
    Er ist der einzige Manager in der BL, der auf ein Managergehalt verzichtet !

    So, wie Du ihn darstellst, machthungrig und gierig, ist er m.M. nach nicht.

    Ich sage es daher noch einmal: Wo wäre 96 heute ohne ihn ?

    Übrigens: Dein Nickname gefällt mir…………………….passt!

    Antworten
  17. judas

    @margi

    Dann solltest du mal die Geschäftsberichte der ganzen 96-KGs GmbHs etc lesen
    Ob Kind jetzt ein Gehalt bezieht oder nicht ist zweitrangig wenn der Gewinn an die Gesellschafter übrwiesen wird.
    Kind ist dabei mehrmals beteiligt. Also auch Hauptprofiteur !!!
    Zu Glauben ein Unternehmer macht das aus Spaß ist weltfremd.
    Und ich wiederhole nochmals – die 3.Liga Jan Simak Aufstieg Zeiten sind schon lange vorbei.
    Seid 96 in der Bundesliga spielt gibt und gab es keine Weiterentwicklung. Das Europaabenteuer so schönes auch war – war eher glückliche Fügung als geplante Strategie.
    Warum sollte Kind nun ein Risiko eingehen und möglicherweise in Spieler (Stindl, Diouf etc.) investieren wenn es genug geblendete Leute gibt die Dauerkarten kaufen und sich über die miese Stimmung im Stadion wundern wenn die Seele des Vereins gestorben ist. Wo sollen denn die Identifikationfiguren herkommen wenn kein sportliches Konzept existiert ( Trainer, Manger, Präsident) und nur von Jahr zu Jahr geschaut wird. Solange 96 in der Bundesliga spielt macht Kind ein riesen Geschäft.
    Darum wünsche ich mir den Abstieg herbei – den Ausverkauf des Kaders und dann einen dreijährigen Neuaufbau in Liga 2

    Antworten
  18. portishead

    Ich kann unterschiedliche Meinungen über Hr.Kind nachvollziehen.

    Es war schon immer so,dass Fans im Stadion ihr Erleben unterschiedlich gestalten
    Dem eigenen Verein den Abstieg wünschen und gleichzeitig Vorhaltungen zu machen,wie manche ihr persönliches Erleben im Stadion gestalten,sie qualitativ zu bewerten ,ist ein Widerspruch an sich.
    Sorry,aber das hat was mit Intoleranz zu tun.
    Jeder soll sein persönliches Erleben so gestalten,.wie es ihm gefällt,solange er niemanden beeinträchtigt oder schädigt.
    Schlechte Stimmung und Kind kann man nicht vollständig trennen,aber die Person Kind ist mittlerweile in allen Varianten durchdiskutiert worden,dass man den kalten Kaffee pro oder contra Kind nicht jeden Tag hundertmal neu aufbrühen muss.
    Wie auch immer die persönliche Meinung ist,macht es wenig Sinn Szenarien ohne Kind zu diskutieren.Hr.Kind Zukunftsfähigkeit absprechen und gleichzeitig den Slogan „Auferstanden aus Ruinen“ zu proklamieren ist nicht weniger zukunftsfremd und unrealistisch.

    Kind ist Realität und er wird zumindest bis auf Weiteres die Geschicke von 96 führen.
    Dem muss man sich stellen und das ist die Ausgangssituation,wenn man Veränderungen möchte.
    Die Unterstützung der Mannschaft davon abhängig zu machen,wer gerade die Geschicke des Vereines führt,ist nicht weniger bedenklich wie die Bemühungen der Hardliner alles in den Ultra-Topf zu werfen und 70 oder 100 Grölanten für die schlechte Stimmung verantwortlich zu machen.
    Es fehlt nicht an Stimmung,sondern an Fussballatmosphäre.
    Die echten Emotionen fehlen,weil ein Grossteil des Publikums mehr mit sich, anderen Gruppierungen beschäftigt ist,als mit dem Geschehen auf dem grünen Rasen.

    Antworten
  19. judas

    „Wie auch immer die persönliche Meinung ist,macht es wenig Sinn Szenarien ohne Kind zu diskutieren.Hr.Kind Zukunftsfähigkeit absprechen und gleichzeitig den Slogan “Auferstanden aus Ruinen” zu proklamieren ist nicht weniger zukunftsfremd und unrealistisch.“

    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlic zu letzt…

    „Kind ist Realität und er wird zumindest bis auf Weiteres die Geschicke von 96 führen.“

    Kind ist Realität und er wird zumindest bis auf Weiteres die Miss-Geschicke von 96 führen.

    „Dem muss man sich stellen und das ist die Ausgangssituation,wenn man Veränderungen möchte.“

    Genau hier setzte ich an – Wenn ein Rückstritt von Kind keine Veränderung wäre – was denn sonst.

    „Die Unterstützung der Mannschaft davon abhängig zu machen,wer gerade die Geschicke des Vereines führt,ist nicht weniger bedenklich wie die Bemühungen der Hardliner alles in den Ultra-Topf zu werfen und 70 oder 100 Grölanten für die schlechte Stimmung verantwortlich zu machen.“

    Aber offensichtlich ist auch die Mennschaft befangen.
    Niemand erhebt seine Stimme gegen Präsident aus Angst abserviert zu werden.
    Dem Stindl wünsche ich alles erdenkliche Gute für die Zukunft – aber er hat die Zeichen der Zeit erkannt. Einen Andreasen wir man auch nicht mehr halten WOLLEN. Pander wird gehen. Einen Pinto, Schlaudraff, Haggui hat man auch in den Wind geschossen – die Leute die jetzt aufm Platz stehen – sind aber auch nicht gerade eine Offenbarung. Die Millionen für Transfers hätte man sich sparen können.
    Und ich prophezeihe das Schulz im nächsten Jahr keinen neuen Vertrag bekommt!!!

    „Es fehlt nicht an Stimmung,sondern an Fussballatmosphäre.“

    Und wo soll die herkommen wenn seid wenn man vom Spiel nicht mitgerissen wird, weil Spieler den 23 Stop-Fehler machen oder den 35 Fehlpass zum Linienrichter spielen.

    „Die echten Emotionen fehlen,weil ein Grossteil des Publikums mehr mit sich, anderen Gruppierungen beschäftigt ist,als mit dem Geschehen auf dem grünen Rasen.“

    Vollkommen richtig. Nur feuern die Fans und Zuschauer keine kommerzielle Marke 96 an – die keinen Wert hat und.

    Würde man den VEREIN 96 ins Zentrum rücken- sähe die Sache anders aus.

    Antworten
  20. portishead

    @ Judas
    Richtig ist,dass etliche entemotionalisiert worden sind.Dem gehen in der Regel unterschiedliche Gefühlslagen voraus.
    In der Beziehungskrise zwischen Verein und Fans überwiegen derzeit Schuldzuweisungen,weniger die Inhalte.Es sind dogmatisch geführte Diskussionen,weil das WIR-Gefühl abhanden gekommen ist und dem Ziel untergeordnet Gegensätze zu betonen,statt die geringste gemeinsame Basis zu finden,die Annäherung erlaubt.
    Das Wir Gefühl,das Gemeinschaftsgefühl.das Emotionen freisetzt,ist abhanden gekommen und das Bewusstsein fehlt,dass die Lebenskraft eines Vereines nicht nur von ökonomischen Rahmendaten abhängig ist,sondern auch davon ein Verein von Menschen für Menschen zu sein,der allen Schichten der Bevölkerung offen steht und Identifikation bindet.
    Mittendrin statt nur dabei!
    In Köln z.B: spielen sie mindestens genauso beschissen Fussball,aber die Menschen strömen dorthin,weil sie Identifikation spüren,Teil des Ganzen sind.Es ist nicht die Qualität des Fussballs,die für Fussballatmosphäre sorgt sondern das WIR-Gefühl.
    Wenn Sozialisierungseffekte nicht mehr spürbar sind,Fanbindung wie Fanbetreung,Kommunikation eine Nebenrolle spielt,fast eine Fan-Generation in der Zwei-Drittklassigkeit weggebrochen ist entsteht ein Vakuum ohne neue Impulse.Wenn keinerlei Bereitschaft vorhanden ist,einem Hinterland von 1 Million Menschen als Identifikationsfaktor zu dienen und im Verein integrativ zu wirken,ist es schwer gemeinsame Ziele zu definieren und zu erreichen.

    Ich teile nicht die Meinung,dass Hr.Kind an Altersstarrsinn oder sonstigem leidet,wie ich auch der Meinung bin,dass man sich inhaltlich mit ihm auseinandersetzen und nicht in einer Weise abarbeiten sollte wie es oft geschieht,die fern jeder Sachlichkeit,teilweise auch fern von Anstand ist.
    Ich bin auch nicht der Meinung,dass Hr.Kind überhaupt keine Ahnung von Fussball hat,sondern dass er den Fussball nicht versteht,weil er den Fussball rational aber nicht emotional erfassen kann.
    Das ist ein Unterschied.
    MMn ist es aber der falsche Weg Hr.Kind aus dem Amt zu mobben,wei ich
    a)weil ich mobben für ein menschenverachtendes Instrument halte
    b)weil es Solidarisierungseffekte fördern würde.
    Der Zauberer wird sich entweder selbst entzaubern,weil das Verhältnis vieler zu ihm ambivalent ist und nicht weniger an den sportlichen Erfolg gekoppelt ist wie das Verhältnis zu Trainern und Managern oder in ihm wächst die Einsicht,dass eine Marke ,die nicht lebensnotwenig ist,emotional begründbar sein muss.
    Den Kommerz im Fussball hat Hr.Kind nicht erfunden wie auch die Motivation am Geschäft Fussball zu partizipieren,nicht ungewöhnlich und weit verbreitet ist.

    Ich kann aber nicht als Lösung erkennen,erstmal Kind raussschmeissen und dann schauen wir mal was wir machen.
    Die Folge wäre eine noch tiefere Spaltung des Vereines und jeder Nachfolger ,ob ausreichend qualifiziert oder nicht,wäre zum Scheitern verurteilt.
    Veränderungen erreiche ich nur durch Argumente,Überzeugungsarbeit und Personen die dieses Anliegen in den Personenkreis um Hr.Kind transportieren können.
    Man muss Menschen erreichen!

    Antworten
  21. judas

    @portishead

    Wunderbarer Kommentar – Hut ab…
    Habe mich mittletweile etwas entspannt – sehe die Sache jetzt nicht mehr so verbissen:

    Was der Verein tun kann:
    Mein Vorschlag:

    JÖRG SIEVERS ÜBERNEHMEN SIE !!!

    ——————————-
    Was kann die Mannschaft tun:
    Beim nächsten Heimspiel vor Spielbeginn ein Runde durchs Stadion drehen und die Leute animieren bzw. direkt ansprechen: Wir brauchen euch FANS!!!

    ———————————-
    Was die HAZ und Herr Kartoffelpü___ machen können:
    Sich in die Diskussion einbringen

    Antworten
  22. portishead

    @Judas
    Danke,
    Wir sollten uns erstmal dem Wesentlichen zu wenden-
    dem Sportlichen.
    H96 ist immer ein vielstimmiger,hektischer,aktionistischer,wiedersprüchlicher Verein gewesen-
    Kommunikationsprozesse,die in vielen anderen Vereinen an einem Tag abgeschlossen waren,erinnerten bei 96 an die gute alte SPD,die auch immer etwas länger brauchte,um Einigkeit zu erzielen bzw,sich hinter die Mannschaft zu stellen.
    Scheisse,Kind spielt nicht Dufner ebensowenig und Korkut wird auch nicht die entscheidenden Tore schiessen.
    Unten auf dem Platz steht die Mannschaft.
    Sie ist bescheiden zusammengestellt,ist limitiert,hat Defizite etc.etc.
    Eines kann man ihr nicht absprechen-sie kämpft.

    Trotz aller Defizite kann sie den Klassenerhalt schaffen-
    Wir können sie allein lassen und geben den anderen Vereinen die unten stehen den unschätzbaren Vorteil mangelnder Geschlossenheit.Ein weiterer Nachteil ist,dass wir gegen Ende in den Abstiegskampf gerutscht sind und die Möglichkeit gegenzusteuern wesentlich begrenzter ist als für Vereine,die seit Saisonbeginn mit der Gefahr des Abstieges leben und ihre Kräfte BÜNDELN konnten und geschlossen auftreten.
    Die Vereine ab 96 machen den Abstieg unter sich aus!

    Wenn uns das nicht gelingt(danach sieht es ja aus)dann haben wir alle den Klassenerhalt nicht verdient,sind wir nicht weniger zweitklassig als manche,denen wir das verbal bescheinigen.
    Nicht für Hr.Kind,Dufner,Korkut-
    für 96,
    für uns
    sollten wir uns endlich wehren.
    Wir erheben den Anspruch für 96 zu sein-
    Gottverdammt-dann sollten wir alles mal hintenanstellen,ob persönliche Egoismen oder Animositäten und gehen daraus und tüten das Ding mal eben ein.

    Wir ALLE sind 96 und was wir daraus machen!

    Antworten
  23. portishead

    Hatte geschrieben:
    Wenn uns das nicht gelingt(danach sieht es ja aus)
    Könnte missverständlich interpretiert werden,dass ich damit einen Abstieg meinte.
    Ich meinte den fehlenden Zusamnehalt.
    Hatte mich missverständlich ausgedrückt.
    Sorry

    Antworten
  24. margi

    Judas, Dir ist nicht mehr zu helfen!

    Ob es Dir gefällt oder nicht: Der wirtschaftliche Erfolg eines Vereins ist wichtig!

    Über die Stimmung ist noch zu sagen, dass sie in Hannover schon immer sehr bescheiden war. Selbst beim HSV ist sie besser. Bei uns werden die Spieler auch zu schnell ausgepfiffen. Man weiß schon, warum man zu wenig Länderspiele nach
    Hannover gibt.
    Seinem Verein den Abstieg zu wünschen und zu glauben, das das hilft, ist in meinen Augen naiv .
    Dir geht es nur darum: Kind muss weg!
    Bist Du einer von den Rufern?

    Entspann Dich !

    Antworten
  25. portishead

    In grauen Vorzeiten,als die Bilder laufen lernten,wurde 96 das Schalke des Nordens genannt..Ich war 10 als 96 das erstemal aufstieg und habe noch das andere 96 im Stadion kennengelernt und eine ganze Stadt vor Freude ausser sich war.
    96 polarisierte schon damals.
    Wie heisst nochmal der Slogan?
    „Verdammt,verhasst,geliebt,vergöttert“
    Auf 96 traf es im wahrsten Sinne des Wortes zu,da die Arminen zu der Zeit ja auch noch eine recht beachtliche Rolle spielten.
    Die Menschen im Ruhrgebiet leben Fussball mit allen positiven und negativen Begleiterscheinungen und mentaltätsbedingt sehr emotional.
    Die Parallelen mit Schalke lagen in der frei nach Max Schautzer gewählten Umschreibung „Pleiten,Pech und Pannen“.
    aber auch in einer ungewöhnlichen Begeisterungsfähigkeit des Publikums.
    Vereine wie Schalke,Dortmund haben eine ungeheure Lebenskraft,die sie alle Krisen hat bewältigen lassen.
    Das wird auch in Zukunft so sein.
    Schalke ist Gelsenkirchen wie Gelsenkirchen Schalke ist,der BvB Dortmund und umgekehrt.Vereine und Städte haben sämtliche Krisen gemeinsam bewältigt.
    Die wirtschaftlichen Strukturwandel einer ganzen Region,in denen die Vereine als sozialer Bezugspunkt über das fussballerische hinaus fungierten,umgekehrt die Unterstützung der Städte wie Fans erfuhren.
    Sie sind eins und die Fans danken es mit bedingungsloser Unterstützung.
    Sämtliche wirtschaftliche Strukturwandel ohne die professioneller Fussball heute nicht mehr möglich wäre haben nicht das Bewusstsein zerstören können,dass die Vereine ein sozialer Bezugspunkt für Menschen sind.
    Selbst die Bayern ,auch wenn manche jetzt entsetzt aufschreien,bewältigen den Spagat und haben trotz aller Erfolgsorientierung und wirtschaftlicher Gewinnmaximierung das Wesen eines Fussballvereines,der im Inneren eine familiäre Atmosphäre bietet und sozialer Anlaufpunkt ist.Ich habe dort fast zehn Jahre gewohnt,manches erfahren und auch aus der Nähe kennengelernt und glaube es abseits aller Klischees und Vorurteile beurteilen zu können.
    Eine Stadt trug Trauer,war wie gelähmt,wenn 96 abstieg oder stand Kopf,wenn sie aufstieg und“selbstverständlich“höheren Weihen entgegen.
    Später machten Slogans die Runde wie
    „96 lohnt nicht“
    Extreme,an denen 96 nicht unschuldig war oder anders gesagt tatkräftig half,sie entstehen zu lassen.
    96 weckte Emotionen!
    Heute wirkt vieles nüchtern,weil meines Erachtens das grösste Kapital in Vergangenheit(auch schon vor Kind),Gegenwart vernachlässigt wird:
    Die Fans
    96 ist aber auch ein Verein,dem eine von allen benötigte integrative Kraft fehlt,wie eine Vision,die den ganzen Verein mitnimmt.Ein Motor,der über das Wirtschaftliche hinaus den Identifikationsgrad stärkt.
    Die einzige Vision,die wir haben ist:
    „Keiner kann 96,ausser Martin Kind“!
    Kind ist Vergangenheit,Gegenwart,Zukunft,als hätte es 96 nie gegeben.
    „96 war vor mir Scheisse“!
    Stimmt.
    Aber wenigstens Scheisse,die ein bisschen wärmte mit eigener Identität.
    Trotz aller Irrungen,Wirrungen,Pleiten möchte ich nicht eine Minute missen,ohne ein Nostalgiker zu sein.Der wirtschaftlichen Vernunft folgen,den wirtschaftlichen Zwängen gerecht werden,ohne die Profifussball nicht möglich ist aber die eigene Identität wahren,in der Region verankert zu sein über das sportliche hinaus.
    Ein Forist schrieb einmal,dass er mit 96 überall hingehen würde,wenn die Richtung stimmt.
    Egal in welche Liga.
    Ich auch.
    Wenn die Richtung stimmt,bin ich überall dabei.

    Antworten
  26. Spunky

    Mal ein paar Zitate der Stuttgarter Nachrichten aus einem Interview mit dem renomierten Sportrechtsanwalt Christoph Schickardt.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fussball-bundesliga-wie-bloed-kann-der-mensch-eigentlich-sein.a67e2a28-a4c3-4b4b-af9a-d85edaf148da.html


    Er fordert drastische Strafen und lobt Großinvestoren.

    Bei dem Umgang mit Gewalt und Gesetzesbrüchen fordert der gebürtige Essener eine Null-Toleranz-Politik:

    “Wer gegen Polizisten die Hand erhebt, gehört in den Knast!”

    Für die Polizei wiederum zeigt er eine Menge Verständnis und malt dafür ein kompromissloses Bild von einigen Fußballfans:
    “Beamtenbeleidigung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung. Und die Polizei muss sie auch noch ins Stadion begleiten. Ich verstehe jeden, der die Schnauze voll davon hat.”

    Im weiteren Verlauf des Gesprächs schießt der Jurist gegen Fans von Hannover 96, die Woche für Woche “Kind muss weg” fordern. Schickhardt dazu: „Wie blöd kann der Mensch eigentlich sein?“

    Investoren wie Kind, aber auch Dietmar Hopp (TSG Hoffenheim) oder Dietrich Mateschitz (RB Leipzig) verdienten stattdessen besondere Dankbarkeit und Anerkennung für ihr Engagement: “Man müsste ihnen einen roten Teppich ausrollen. Sie tun sehr viel Gutes für den deutschen Fußball und unsere Gesellschaft.”

    Christoph Schickhardt hat in der Vergangenheit hunderte von Fälle im Bereich des Sportrechts verhandelt, auch für 96 war er bereits tätig.
    Zu seinen fixen Mandanten gehören neben Joachim Löw oder Oliver Bierhoff auch Klubs wie Herthan, Wolfsburg oder Kaiserslautern. Für die Niedersachsen und die Pfälzer verhinderte er einst einen Lizenzentzug durch den Verband. Er hat übigens, in Anlehnung an LR (Kosmetikfirma) Ahlen (OWL) seinerzeit schon den LR-Kosmetikchef und Großsponsor Herrn Spikker (der nach 2 Jahrzehnten entnervt wegen der Dauernörgler im Verein aufgab) beraten und den damaligen Profiklub in Leichtathleik-Rasensport mit umbenannt. Er ist mittlerweile auch im Beraterstab von RB Leipzig, man munkelt, das er sich den Klubnamen „RasenBallsport“ anstatt Red Bull (wie die in Österreich, Brasilien oder New York ja auch firmieren und auch so zB im Eishockey in München heißen) hat einfallen lassen.

    Im übrigen verstehe ich (auch) nicht, warum gegen strategische Partner wie es zB VW ist, nicht gewettert wird. Die schmeißen von Experten geschätzte 100 Mio in den VFL jedes Jahr, gleichen über verschachtelte Tochterfirmen (u.a eine Fluglinie mit Sitz auf den Cayman-Islands) die Jahreslizenzbilanz aus, zB über komische Werbevertragseinanahmen, und sind an weiteren 15 Bundesligisten der 1. Liga und 2. Liga direkt oder indirekt dahingehend (von München über Ingolstadt bishin zu 96 mit der Nutzwagensparte) entweder beteiligt oder in irgendwelchen Gremien oder als Groß-oder Mittelsponsoren beteiligt. So das sich die DFL vor kurzem genötigt sah, nur noch eine maximal 10 %-tige Beteiligung an anderen Klubs neben dem „Erstklub“ in die Regularien aufzunehmen. Mit Ausnahme VW, die dürfen weiter werkseln wie sie wollen.

    Nur mal so fürs Eiersuchen.

    Antworten
  27. portishead

    @Spunky
    Wie man auch immer zu Mateschitz,Kind,Hopp steht und ihrem Sportmarketing steht-
    man kann man ihnen nicht absprechen,dass sie seriöse Geschäftsleute sind.
    Herrn Spikker sollte man nicht mit ihnen in einem Atemzug nennen.
    Ahlen ist ja nicht so weit von meinem Wohnort weg.Herr Spikker war in Zahlungsschwierigkeiten ,Seine Tochtergesellschaften sind kurz darauf in Insolvenz gegangen.
    Während es in seinen Unternehmen an allen Ecken und Kanten mangelte,Zahlungen wie Gehälter,Sozialabgaben,Löhne,Steuern nicht geleistet wurden oder die wachsenden Verbindlichkeiten nicht getilgt wurden,wurden weiterhin Bestellungen getätigt,über die man sich weiter finanzierte und einen sehr glamourösen Lebensstil pflegte.
    Herr Spikker ist definitiv kein Ehrenmann.

    Antworten
  28. quiqui

    Fest steht, dass der Verein ohne seine Fans nichts wert ist. Für wen spielt denn die Mannschaft Woche für Woche? Nur für ein exklusiv ausgegucktes Publikum in der TUI-Loge?

    Das Fan-Dasein in Hannover ist im Gegensatz zu anderen Bundesligisten nur sehr untergeordnet organisiert und hat in den vergangenen Jahren auch darunter gelitten, dass hier im Gegensatz zu überteuerten Spielern, Managern usw. nichts maßgeblich investiert wurde. Wenn sich jetzt sogar der Dachverband „Rote Kurve“ auflöst, sollte das als Alarmzeichen zu verstehen sein. Das lässt sich dann nicht nur auf die gern gesehene Floskel „Ultras“ reduzieren.

    Selbst Vereine, wie die Pillen (Bayer 04) oder Wolfsburg sind dabei ihren Fan-Nachwuchs in Schulen, Kindergärten etc. zu rekrutieren. Denn ohne entsprechenden Nachwuchs kriegst du die Hütte nie voll.

    Immerhin hat Herr Kind in den letzten Interviews seine Gesprächsbereitschaft für alle Fans angedeutet (nach einer gefühlten Ewigkeit…mit nicht endenden Alleingängen). Jetzt muss das Ganze mit Taten gefüllt und dann auch reichlich zum Austausch genutzt werden. Ich rufe alle Fans von 96 auf, dieses Angebot zu nutzen, um den Verein in die richtige Richtung zu bewegen.

    Antworten
  29. Enrique del Gotemburgo

    War im Urlaub und hab das hier alles jetzt erst gelesen. Sehr interessante Diskussion. Danke erst einmal an Heiko Rehberg dafür, hier dafür ein Forum zu bieten. Absolut zu begrüßen, gutes Zeichen der HAZ.

    Bin selber seit 10 Jahren nicht im Lande, verfolge alles aus der Ferne. Für mich daher schwierig, mir ein Urteil zu erlauben. Wenn das hier noch irgendjemand liest, der sich im Stande fühlt und Lust hat, mir mal zu erklären, wie sich das Problem zwischen Fans und Martin Kind entwickelt hat – nur zu, ich würd’s gerne besser verstehen.

    Was ich mitbekommen habe war die Pogatetz-Sache. Wo Martin Kind Recht hatte und mir sympathisch war, als Präsident wahrscheinlich aber diplomatischer hätte sein sollen. Dann die Haarmann-Flagge. Recht dumm und sollte weg, muss aber keine große Sache draus gemacht werden. Dass 96 immer wieder Strafe für Pyros bezahlt ist scheisse. Sind nunmal die Regeln, die hat nicht 96 gemacht.

    Martin Kind große Verdienste für 96 abzusprechen, ist dumm. 96 war ein Chaos-Club. Kind hat Kontinuität reingebracht, überhaupt erst Voraussetzungen geschaffen für die sportliche Entwicklung. Den Verein dann in der Bundesliga etabliert. Dazu zweimal EL mit Slomka und Schmadtke. Ja, das alles ist ein Verdienst von Martin Kind. Obwohl es derzeit sportlich Stagnation, ja sehr akute Abstiegsgefahr und dazu einige andere ernsthafte Probleme gibt. Dass das neue Stadion nicht von ihm finanziert wurde ist auch klar. Fraglich ist jedoch, ob ein 96 mit dem Status von etwa 1995 interessant für solche Investitionen gewesen wäre. Äußerst zweifelhaft, würde ich denken.

    Was ich kritisch sehe ist, dass Martin Kind irgendwie das Verständnis für das Fan sein fehlt. Natürlich brauchst du jemanden, der rational den Club weiterentwickeln will. Es ist aber ein Fußballverein, kein Hörgerätehersteller. Als Fan möchte ich nicht andauernd von der „Marke 96“ hören. Für mich geht’s um Identität, Identifikation, Emotionen. In Dortmund würde niemand auf die Idee kommen, über den Verein zu sprechen wie über ein Produkt. Ich will kein Produkt. Kein verdammtes Premium-Produkt. Ich will auch nicht 50+1 gekippt sehen und einen Weltstar in Hannover haben. Es geht hier nicht um Entertainment und Erfolg. Wer das glaubt, weiss nicht was es bedeutet, Fan zu sein. Zu allererst geht es eben um Identität, Identifikation, Emotionen. Das muss verstanden und respektiert werden. Vor dem Hintergrund kann man einen Verein weiterentwickeln. 96 ist kein Scheissverein gewesen. Soetwas zu sagen geht gar nicht. Überhaupt nicht. 96 war ein Chaos-Verein. Ein erfolgloser Chaos-Verein. Aber ein erfolgloser Chaos-Verein mit Seele. Kein Fan würde je sagen, dass 96 ein Scheissverein war. Es geht nicht in erster Linie um Erfolg, verdammt.
    Ich mag Martin Kind. Aber all dies muss ihm einmal jemand erklären. Ob nun Schatzschneider oder wer auch immer. Es geht um die Seele des Vereins. Man will weiterhin spüren: Das ist mein Verein. Der mich als Fan versteht und hinter dem ich komplett 100% stehe. Das Gefühl muss immer da sein. Wenn das da ist, kann ein Präsident auch mal Idioten kritisieren, die es auch unter 96-Fans zweifelsfrei gibt.

    Soweit ich das aus der Ferne sehen kann, haben sowohl Martin Kind als auch Fans Fehler gemacht. Den ersten Schritt können aber nicht die Fans machen. Martin Kind sollte sich mit solchen Dingen selbstkritisch auseinandersetzen und die Größe haben, Fehler einzugestehen und nen klaren ersten Schritt zu machen. Das ist meiner Meinung nach notwendig. Wie sonst soll die ramponierte Club-Seele repariert werden? Kind weg? Nein, wünsche ich mir nicht. Ich würd mir schon weiterhin Kontinuität wünschen, wenn ich’s mir aussuchen könnte.

    Allerdings: Was genau wird 2017/2018 passieren? Darüber möchte ich von Martin Kind auch gerne klare Worte hören. Das ist für Fans sehr wichtig. „Investoren übernehmen 96“ klingt in meinen Ohren fatal. Wer soll das denn wohl sein? Ein Konsortium von lokalen Größen wie Dirk Rossmann (der mir zumindest nen vernünftigen Eindruck macht) wohl, die seit langem dabei sind? Hab nicht wirklich Ahnung, wer da genau mit im Boot sitzt und wie soll das genau aussehen soll. Das ist eine sehr entscheidende Frage. Und als Fan habe ich Bauchschmerzen dabei. Ein absolut investorengesteuerter Verein mag wirtschaftlich vernünftig sein. Dass die aktuellen Probleme Fan/Vereinsführung dadurch weiter verschärft würden, (um das mal gelinde zu formulieren), ist doch aber vorprogrammiert, wenn man weiss: de fakto ist das nicht mein Verein sondern der von Investoren. Hier ist Martin Kind gefordert, alles nicht nur mit Unternehmeraugen zu sehen und den Verein zu „hijacken“, von den Fans zu entfernen. Das wird nicht funktionieren. Das muss er verstehen. Das würden ihm die Fans absolut nicht danken, da würden sie eher ihren chaotischen „Scheissverein“ zurück wollen. Wird ein schwieriger Balancegang. Und hier kann Martin Kind nicht einfach rücksichtslos und diktatorisch vorgehen. Sonst steht am Ende ein seelenloses Produkt ohne Fans da. Oder mit Eventzuschauern und Erfolgsfans, wie in Leipzig… Brrrr…. Dann müsste ich mich wohl auch Richtung Zweitlieblingsverein St Pauli (kein Erfolg, aber Seele) verabschieden. Verdammt schwer vorzustellen, eigentlich nicht möglich. Aber ein seelenloses Produkt wäre nicht mein 96. Egal ob erfolgreich oder nicht.

    Wenn ich Präsident wäre, wären mir hier ganz andere Dinge wichtig. Als allererstes sollte es ein 96-Netradio geben, wo jedes Spiel live übertragen wird. Wie es z:B. der BVB hat. Das kann absolut mal von 96-Seite in Zusammenarbeit mit Fans organisiert werden. SO ETWAS IST WICHTIG. Dafür muss Geld da sein. Warum kommt darauf keiner? Warum wird sowas nicht geplant? Ob man dann talentierte (und ausgebildete) Fans kommentieren lässt oder wen aus der Branche holt (was macht eigentlich Wolfgang Ley? Der war Kult) und nen ausgebildeten Fan als Co-Kommentator ranlässt – vieles ist denkbar.
    Es kann jedenfalls nicht nur darum gehen, 96 wirtschaftlich zu etablieren. Ein Netradio etwa – wenn von den richtigen Leuten betrieben – wäre verdammt viel wert. Identität, Identifikation, Emotionen. Nicht vom Verein gesteuert, sondern in Zusammenarbeit von Verein und Fans. Solche Ideen müssen her. Ist es so schwierig, darauf zu kommen? Herr Kind, ich würde mir wünschen, Sie würden das hier lesen.

    Ultras sehe ich nebenbei allgemein auch ziemlich kritisch. Einige Entwicklungen sind da in der Tat sehr bedenklich. Da muss es auch klare Grenzen geben. Leider kann man manchmal den Eindruck bekommen, dass es Ultras (ich beziehe mich hier auf Ultras im Allgemeinen) nicht um den Verein und die Mannschaft geht sondern in erster Linie um sich selber. Wahrscheinlich geht’s um Anerkennung, irgendwo dazugehören. Manch einer ist Punk. Manch einer ist Hipster. Manch einer (wenn schlecht gebildet) Neonazi. Manch einer Ultra. Wenn die Kölner Boyz den Platz stürmen, nehme ich ihnen nicht ab, dass sie einfach FC-Fans sind. Sorry. Um mal ein Beispiel zu nennen. Für nen Verein ist das nicht immer leicht, damit umzugehen.

    Bei den 96-Ultras mag ich mir kein Urteil erlauben. Obwohl es irgendwo auch nicht zusammenpasst, Fan zu sein und die Mannschaft nicht zu unterstützen. Man kann sehr kritisch gegenüber Martin Kind sein, aber das Wegbleiben passt nicht in mein Fan-Verständnis. Da kann ich mich schon fragen, ob der wegbleibende Ultra in erster Linie Fan ist oder eher etwas anderes.

    Dennoch: 96 hat ne Menge Arbeit vor sich. Die Vereinsführung muss lernen, selbstkritisch sein und ehrlich auf die Fans zugehen. Sie muss lernen, dass ein Fußballverein in erster Linie ein Fußballverein sein muss. Ein funktionierendes Wirtschaftsunternehmen, ja. Aber in erster Linie ein Fußballverein. Mit Seele. Mit Fans. Kein Produkt. Keine Marke. Kein Entertainment. Da gibt es sehr viel zu tun. Wenn man da weitergekommen ist wird es auch leichter, Idioten auszugrenzen.

    Alternative: Martin Kind sieht die Notwendigkeit nicht und der Verein bricht weiter auseinander. Was letztlich natürlich auch der Mannschaft schadet, jedem schadet. Und dann irgendwann bald (vor 2017/2018) hat Kind die Nase voll, will sich das nicht mehr antun. Und wahrscheinlich sind wir dann zurück beim Chaos-Club 96. Erfolglos, aber mit Seele. Ich denke, das kann man auch besser hinkriegen. Würde ich mir wünschen. Und damit kann man nicht früh genug anfangen.

    Also, auf geht’s! Für 96.

    Antworten
  30. Judas

    „Bei einem Fanszene-Stammtisch wurde vor dem Spiel vonHannover 96 in Leverkusen die Rückkehr der sogenannten Ultras diskutiert, die zuletzt die Spiele der Profis boykottiert hatten.

    Am Montag wird dazu eine gemeinsame Erklärung von Club und Fans erwartet. Gut möglich, dass die Ultras bereits am kommenden Sonnabend gegen Hoffenheim wieder in der HDI-Arena dabei sind.“

    Kann nur hoffen – dass die Ultras mehr Courage und Anstand haben und ihrer Linie treu bleiben: Die Mannschaft nicht zu unterstützen solange Kind im Amt ist und bleibt.
    Soll drr ganze Laden doch vor die Hunde gehen – Kind wäre es zu wünschen – von ganzem Herzen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.