Archiv des Autors: Norbert Fettback

Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen – auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

Viel Glück beim Einkaufen!

Am Ende doch ein Grund zur Freude für die "Roten": Stürmer Joselu. Foto: Petrow

Am Ende doch ein Grund zur Freude für die „Roten“: Stürmer Joselu. Foto: Petrow

Acht Millionen Euro, das ist doch endlich mal was. Für einen Club wie Hannover 96 bedeutet das sogar eine richtige Hausnummer. Noch nie haben die „Roten“ an einem Spielerwechsel wie dem von Joselu so viel verdient. Mit dem Verkaufen hat sich 96 all die Jahre ohnehin schwer getan; mit dem Geldausgeben für neue Fußballer mit oder ohne großen Namen war es da eine ganz andere Sache. So mancher war die viele Kohle nicht wert, wie sich später zeigte.

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Hoffen ohne Garantie

Man soll bekanntlich niemals nie sagen. Und: Im Leben sieht man sich immer zweimal. Zu diesen Weisheiten, die das Lebens schreibt, hat Hannover 96 seine spezielle Diktion geliefert. Wieder mal. Eine Jobgarantie, wie sie Clubchef Martin Kind noch vor zwei Wochen Tayfun Korkut gegeben hat, ist in diesem Geschäft einfach nichts wert. Kein Trainerwechsel mehr in dieser Saison: Wer daran noch glaubt, wenn es ums große Ganze geht, ist selber schuld. Und das gilt nicht nur für einen Fußballverein wie den aus Hannover, wie es sich in der Bundesliga in schöner Regelmäßigkeit zeigt.

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Das verflixte 13. Jahr

Hannover 96 - VfB Stuttgart

Und nun? Bei den Anhängern von Hannover 96 geht die Angst um: Sieben Spiele in Folge, in denen der Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut kein Sieg gelang, zeigen Wirkung. In der Tabelle der Bundesliga und in der Gefühlswelt derjenigen, denen die „Roten“ am Herzen liegen. Ein Spiel wie das gegen den FC Bayern in Hannover, in normalen Jahren als fußballerisches Bonbon herbeigesehnt, möchte man in diesen Tagen am liebsten aus dem Terminkalender streichen. Danach geht es nach Mönchengladbach, dann kommt der wiedererstarkte BVB. Findet sich 96, derzeit noch Elfter, anschließend auf einem Abstiegsplatz wieder?

Wer nicht von der rosaroten Fanbrille geblendet wird, der rechnet sich im Monat März nicht viel aus. Eigentlich gar nichts. Es dürfte bei 27 Punkten bleiben. Dann folgen noch acht Spiele, in denen es ums nackte Überleben in der Liga geht. In denen gezittert und gehofft werden muss. Eigentlich sollten diese Zeiten in Hannover vorbei sein. Doch wir schreiben das verflixte 13. Jahr in der 1. Liga seit dem Wiederaufstieg.

Geben wir den „Roten“ also moralische Hilfestellung, das kann in dieser kritischen Lage nicht schaden. Der Blick auf die Ergebnisse gegen die Mannschaften, mit denen es 96 im April und im Mai noch zu tun bekommt, macht durchaus Mut. Elf Punkte sind in der vergangenen Saison gegen diese Kontrahenten zusammengekommen: durch Siege in Frankfurt und in Wolfsburg sowie gegen Freiburg, des Weiteren durch Unentschieden gegen Berlin und in Augsburg. Das würde allemal reichen. Auch mit acht Zählern käme 96 im Kampf um den Klassenerhalt wohl über die Runden. In dieser Saison gehört minimalistisches Denken einfach dazu. Denn erneut in Wolfsburg zu gewinnen, das wäre schon wie ein Sechser im Lotto. Ist vielleicht jemand anderer Meinung?

Das Problem: Es muss mal wieder ein Dreier her. Nicht erst am 23. Mai im letzten Spiel gegen Freiburg. Denn dann ist es garantiert zu spät. Und dieses Datum, mit dem sich für die „Roten“ die deutsche Meisterschaft von 1954 und der Pokalsieg von 1992 verbinden, bekäme einen rabenschwarzen Anstrich.


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Profi auf Bewährung

Fu§ball Hannover 96

Auf diesen Tag hat Salif Sané fünf Monate gewartet. Er ist wieder dabei, wenn Tayfun Korkut am Dienstagvormittag um 10 Uhr die Fußballprofis von Hannover 96 zum Trainieren auf den Platz schickt. Wiederaufstieg von der 4. in die 1. Liga: Der mitunter eigenwillige Sané hat seine Strafe verbüßt, die Korkut im Juni „bis auf Weiteres“ verhängt hatte, nachdem der Senegalese einige Male aus der Reihe getanzt war. Da kennt der 96-Trainer kein Pardon. Auch nicht bei einem Nationalspieler, den 96 mal für zwei Millionen Euro verpflichtet hatte. Und nun?

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Morgenröte in Hannover

Fu§ball Hannover 96 - Schalke 04

Mit Fußballspielen, die 0:0 enden, ist das immer so eine Sache. Schaut man allein auf das Ergebnis, hat man als Zuschauer in der Regel nicht verpasst. Das torlose Unentschieden von Hannover 96 in Mainz gehörte in diese Kategorie. Am besten Schwamm drüber, den Kollegen Rehberg (Vorname: Reinhard) aus Mainz nicht für ernst nehmen, der 96 in der “Allgemeinen Zeitung“ grundsätzlich „nur unteres Mittelmaß“ bescheinigte, was eine böse Unterstellung ist, und nach vorne schauen auf das, was kommt.

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Wenn das Tor wie vernagelt ist

Joselu beim TEstspiel gegen den SV Werder Bremen. Foto: zur Nieden.

Joselu beim TEstspiel gegen den SV Werder Bremen. Foto: zur Nieden.

Vielleicht hebt er sich die Tore ja auch nur auf für später. Wenn es wirklich drauf ankommt. Oder aber für den Sonntag, wenn es im hannoverschen Stadion zum indirekten Duell mit einem aktuellen Weltmeister kommen könnte. Hannover 96 gegen Lazio Rom oder aber Joselu gegen Miroslav Klose. Freie Bahn zum Wettschießen!

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Das Problem hinter Hoffmann

Fu§ball Hannover 96

So viel Pech kann man doch einfach nicht haben. Da hatte Hannover 96 noch keine zwei Trainingstage hinter sich gebracht, und schon gab es mit Andre Hoffmann den ersten Langzeitverletzten. Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie, halbes Jahr Pause: Unter einem gelungenen Start in die Saisonvorbereitung stellt man sich etwas anderes vor. Der 21-Jährige war auf einem guten Weg, sich in der Innenverteidigung unverzichtbar zu machen. Nun muss er die Bundesliga-Hinrunde abschreiben. Und die „Roten“ haben ein Problem mehr am Hals. Weiterlesen

Ein Tag zum Träumen

nochmal

Ein Meistertitel im Fußball für Hannover 96? Ach, das waren noch Zeiten, als Ludwig Männer und Co. 1938 am 3. Juli 1938 in Berlin mit einem 4:3 gegen Schalke 04 die „Viktoria“ in ihren Besitz brachten. Oder als am 23. Mai 1954 die Mannschaft um Werner Müller in Hamburg die Startruppe des 1. FC Kaiserslautern beim sensationellen 5:1 vorführte und die Silberschale mit nach Hannover nahm. Selige Erinnerungen, aufgefrischt durch spätere Erfolge der „Roten“ wie den Bundesliga-Aufstieg vor nunmehr 50 Jahren, den DFB-Pokalsieg 1992 oder die Europa-League-Kapitel. Folgt nun das nächste?

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Hoffenheim II an der Leine?

Joselu

Wird aus Hannover 96 jetzt die TSG Hoffenheim II? Der Gedanke ist gar nicht so abwegig, wenn man auf die Liste mit den Transfers der „Roten“ schaut. Kenan Karaman, Stefan Thesker, Maurice Hirsch, nun auch noch Joselu: Ein Quartett, das in Zuzenhausen unter Vertrag stand, will in der kommenden Saison der Leine etwas bewegen. Ein Zufall ist das gewiss nicht, dazu hat 96-Trainer Tayfun Korkut auch genug von dem mit nach Hannover gebracht, was er einst in seiner Zeit in Hoffenheim gesehen und erlebt hat.

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Bereit zu neuen Taten

Fu§ball Hannover 96-Hertha BSC Berlin

Man weiß nicht, ob Borussia Dortmund nun gleich der Schreck in die Glieder gefahren ist. Da hat die Mannschaft von Hannover 96, mit der es die Westfalen als Nächstes auswärts zu tun bekommen, doch in Berlin glatt mit 3:0 gewonnen. Und das ganz ohne Stürmer auf dem Platz – jedenfalls in der Phase des Spiels, in der die 96er ihre Tore schossen. Ist das die neue Taktik, die die „Roten“ unberechenbar macht? Und die nun auch den Borussen in der Liga gefährlich werden könnte? Muss folglich mit weiteren Tobsuchtsanfällen von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp an der Seitenlinie gerechnet werden, wenn es am Sonnabend im Tor des BVB klingelt? Fragen über Fragen.

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