Schlagwort-Archiv: Johannesburg

Danke, Wendy!

Die junge Dame in meinem Arm kenne ich noch vom Australienspiel, sie heißt Wendy und arbeitet als Volunteer.

Die junge Dame in meinem Arm kenne ich noch vom Australienspiel, sie heißt Wendy und arbeitet als Volunteer.

Noch 90 Minuten, dann gehts los. Erster Skandal: Durban, beim Australien-Spiel am 13. Juni sonnig und warm, ist etwas weniger warm, aber leider nicht mehr sonnig. Es mögen 18 Grad sein, falls jemand noch zu Hause im Tropenland wissen sollte, wie sich das anfühlt. Der Kollege von der Neuen Presse ist dennoch mit Badehose in den Indischen Ozean gesprungen für ein paar Minuten. Unser Guide sagte bei der Busfahrt: Wer bei diesem Wetter badet, ist ein Tourist – oder kommt aus Johannesburg.

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Hallo aus Jo(gi)burg!

Ein Stadion mehr für die Sammlung: das "Socer City"-Stadion in Johannesburg.

Ein Stadion mehr für die Sammlung: das "Socer City"-Stadion in Johannesburg.

Melde mich wie versprochen aus Jo(gi)burg und aus dem “Soccer City”-Stadion. Jetzt bin also schon dort, wo ich eigentlich am 11. Juli noch einmal gerne wäre. Dann findet hier das Finale der Fußball-WM statt.

Bei früheren Turnieren stand vorher immer fest: Egal, wie weit der Berti, Erich, Rudi und Klinsi mit ihrer Riege kommen, ich bin im Finale dabei. Notfalls ohne sie. In Südafrika ist das anders. Diesmal heißt es: Fliegt die Mannschaft nach Hause, muss ich mit.

Das hat damit zu tun, dass Südafrika so riesig ist und man nicht einfach in Pretoria – mein WM-Standort – ins Auto steigen und mal schnell beispielsweise nach Durban fahren kann. Es sind 600 Kilometer – so weit wie von Hannover nach München. Nur mit nicht ganz so guten Autobahnen.

Muss der Jogi eben ins Finale kommen. Und ich hätte noch ein bisschen Zeit, die länger werdende Wunschliste aus der Heimat, auf der auch Vuvuzelas stehen, abzuarbeiten.

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Meine „Big Five“

Dokument eines Stadionsammlers: das Foto.

Dokument eines Stadionsammlers: Foto im "Loftus-Versfeld-Stadion" in Pretoria.

Ich möchte das mit der Sammelleidenschaft und den „Big Five“ heute noch mal ein bisschen vertiefen. Auch wenn es diesmal nicht um große Tiere und schöne Trikots geht.

Ich sammele Stadien. Weil die schlecht in eine Tasche passen und man sie nicht einfach mit nach Hause nehmen kann, besteht die Sammelleidenschaft darin, ein Fußballspiel in dem Stadion zu schauen und die Anwesenheit mit einem Foto zu dokumentieren.

Ich bin keiner der Groundhopper, die irgendwo nach Aserbaidschan fahren, um dort Länderpunkte zu sammeln für ein Spiel in der dortigen 3. Liga. Ich bewundere die Abenteuerlust dieser Menschen, jede Reise wird viele schöne Geschichten geben. Diese würden mich interessieren. Der Fußball in Aserbaidschans 3. Liga dagegen nicht ganz so.

In der 1. Liga – Teams der neuen Saison 2010/2011 – war ich schon in allen Stadien mit Ausnahme der Arena in Mainz. Es ist eine Lücke, die es zu schließen gilt, aber immer waren andere dran, wenn es mit 96 dorthin ging. So ist mir das Stadion am Bruchweg (toller Name, heißt heute bestimmt Golgate-easy-money-Park oder so ähnlich, ich bin da nicht ganz auf Ballhöhe) bislang entgangen.

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Im Hotel der deutschen Nationalmannschaft

Heute möchte ich Euch mal dorthin mitnehmen, wo man sonst nur mit einer Akkreditierungskarte reinkommt: ins Hotel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Erasmia. Es heißt „Velmore Grande“, hat offiziell fünf Sterne, auch wenn es mit seinen Backsteinmauern nicht danach aussieht. Es liegt rund 30 Minuten entfernt von der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria, bis zur „WM-Hauptstadt“ Johannesburg sind es 50 Minuten.
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Sehnsucht nach der Winterjacke

Die erste Reaktion von vielen Menschen, denen ich erzählt habe, dass ich bei der Fußball-WM in Südafrika dabei sein werde, lautete: Du hast es gut! Kannst Du mich mitnehmen? Dann habe ich ihnen erzählt, dass in Südafrika Winter ist, wenn wir in Deutschland Sommer haben. Das führte in der Regel zu einer kurzen Irritation. „Ach ja, klar. Das Wetter ist umgekehrt zu unserem. Habe ich doch in der Schule gelernt.“
So viel zur Theorie.

Die Praxis nach drei Tagen in Südafrika sieht so aus, zumindest in Pretoria, der Hauptstadt, und Johannesburg, der WM-Hauptstadt: Südafrikas Winter fühlt sich angenehm an, er ist sonnig und so rund 23 Grad warm, bis 16 Uhr ist T-Shirt-Wetter.

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