Neun Heimsiege, neunmal in der Rückrunde nicht verloren, neun Tore von Scabolcz Huszti, neun Gegentore mehr als der HSV, neun gelbe Karten mehr als Borussia Dortmund Punkte – und die erste Vertragsverlängerung von Dirk Dufner erhält der Mann mit der Nummer 9. War die Saison so schlecht? Nine, nine, sagt der Platzwart. Hier seine neun Saisonhighlights. » weiterlesen
Wenn das keine Motivationshilfe ist: Wer bei Hannover 96 derzeit ein Tor schießt, bekommt Vertrag bis 2017. Nur vier Jahre deshalb, weil Sobiechs Schuss noch abgefälscht war. Und wer so spielt wie 96 in Leverkusen, also 1:3 mit Tendenz 1:8, der bekommt zwei Tage trainingsfrei. Zum Ausruhen, Work-Life-Balance ins Gleichgewicht bringen, bloß nicht überdrehen. Denn es wartet Großes auf die „Roten“, das Bundesligafinale – Endsport. » weiterlesen
Hannover, ein Sonnabend bei Sonnenschein. Die Partie 96 gegen Mainz geht in die Nachspielzeit. Es steht 2:2, Experten sprechen von Unentschieden. Auf der 96-Bank hektische Betriebsamkeit. Mirko Slomka will diesen, genau diesen einen Punkt. Er könnte auch drei haben, im Stadion wären drei Punkte mehrheitsfähig. Doch Slomka will einen. Dafür ist er bereit, zum Äußersten zu gehen, personell das Beste aus der Mannschaft rauszuholen. Also Diouf. Nur Kenner wissen in diesem Moment: Hier reift ein großer Plan. » weiterlesen
Bayern ist Meister? Egal, Randnotiz, Kleinkram. Die Fußballwelt schaut fasziniert Richtung Westen auf das größte Comeback seit Lazarus und Gunter Gabriel. Peter Neururer ist wieder irgendwo zu Hause. Diesmal in Bochum. Da staunt der Hoeneß. Er muss sich Trainer teuer im Ausland kaufen, vorher elend lange verhandeln und dann dem Heynckes erklären, dass alles nicht so gemeint ist. In Bochum reißen sie einfach das Fenster der Geschäftsstelle auf und rufen so laut, dass es auf dem Parkplatz zu hören ist. Fünf Minuten später ist Pressekonferenz, der WDR unterbricht sein Programm, und jeder, der es erlebt hat, wird später sagen können, wo er an diesem denkwürdigen Montag um 16 Uhr gewesen ist. » weiterlesen
Phantomdiskussion in Hannover. Haben sich Jörg Schmadtke und Mirko Slomka nichts mehr zu sagen? Funkstille? Blödsinn. Selbst nachdem sie ihre gemeinsame WG in der Nordstadt aufgelöst hatten, ist der Kontakt nie abgebrochen. Die Tatsache, dass die beiden nicht reden, hat nichts mit mangelnder Kommunikation zu tun. Im Gegenteil. » weiterlesen
Ist ja fast wie früher: Ein Skandal jagt den nächsten bei Hannover 96! Erst kettet sich Wunschpole Pawel Wszolek an die Heizung des Vereinsheims von Polonia Warschau und schmeißt den Schlüssel in die Weichsel, dann ist Franca, der Zugang vom Zockerhut, neun Zentimeter kürzer als im Katalog. Der Boulevard spricht vom „Wackel-Polen“ und vom „Schrumpf-Brasilianer“. Tipp: Wenn Eidgenosse Johan Djourou weiter so spielt wie auf Schalke, wie wäre es ganz hannöversch mit „Schwaazer Käse“? » weiterlesen
Was für eine Bundesliga-Hinrunde! 444 Tore – an den meisten war Hannover 96 direkt beteiligt. Der Platzwart zieht Bilanz.
August
Top: Mit Felipe holt sich Hannover 96 endlich eine Konstante in die Innenverteidigung. Der Neuzugang, brasilianischer Belgier mit italienischen Haarwurzeln, spielt konstant schlecht oder nicht, verletzt sich an Körperteilen, die gar nicht im Vertrag stehen, und geht so zögerlich zum Friseur wie zum Ball. Gut für 96: Die Vertragsverlängerung von Trainer Mirko Slomka steht unmittelbar bevor.
Flop: In der 1. Runde der Euro-Qualifikation trifft 96 auf St. Patrick’s Athletic, den FC Sevilla von Zentralirland. Wie schon gegen den spanischen Außenseiter schaffen die „Roten“ gegen den schlafenden Riesen aus dem Butterland des Fußballs die Führung erst nach endlosen sechs Minuten. Dass die Saison ungewöhnlich lang wird, zeigt sich in Nöttingen: Die „Roten“ ziehen in die 2. Runde des DFB-Pokals ein.
Tellerrand: Der VfL Wolfsburg hat sich neue Ziele gesetzt: Meister und Pokalsieger, beides, wenn möglich, ohne Gegentor, einen Zuschauerschnitt über 14000 und mit sexy Claims den Klub als Marke etablieren (Magath: Der Trainer). Dazu kauft Magath: Der Manager erst einmal die norddeutschen Konkurrenten leer und geht mit einem abgespeckten 65-Mann-Kader in die Saison. » weiterlesen
Bei Heimspielen von Hannover 96 derzeit von Feldarbeit zu sprechen, ist nicht ganz falsch. Normalerweise werden auf einem Untergrund wie beim Spiel am Sonntag Treckerrennen gefahren. Kein Wunder also, dass die jüngste Partie scharenweise Landwirte anlockte, zumal es gegen Bauer Leverkusen ging, dem Verein eines großen Farmer-Unternehmens. Gratis dazu gab’s Anschauungsunterricht in Sachen Ackergestaltung. Richtig war, dass trotz Wintereinbruchs über Nacht kein Schnee auf dem Platz war. Rasen allerdings auch nicht. Da werden die Damen und Herren von Swiss Life aber Augen machen. » weiterlesen
Es ist Dezember, und Hannover 96 nimmt im Hinrundenschlussspurt Fahrt auf. Leider in die falsche Richtung. Mit nur einer Niederlage von Platz 6 auf die Position 12, von der man den Relegationsplatz wieder ganz prima sehen kann. Setzt sich der Trend fort, sind wir bei noch zwei ausstehenden Bundesligapartien nach dem Leverkusen-Spiel 18. und nach dem Spiel in Düsseldorf wären wir im barrierefreien Bezahlfußball fünf Plätze hinter Eintracht Braunschweig. Das allein sollte Antrieb sein, noch vor Weihnachten die Wintersonnenwende einzuleiten. » weiterlesen
November 1969, eine junge britische Rockband verfolgt das überraschende 2:1 von Hannover 96 gegen Rot-Weiß Oberhausen. Das Tor für RWO schießt der Spieler Krauthausen, die britischen Musiker sehen alte Stereotype bestätigt und sind begeistert. Aus einer Laune heraus schreiben sie noch am gleichen Abend zwei Lieder: „Alte Liebe“ und „Child in Time“. Beide Songs werden Hits und machen Deep Purple, Osssssssssy Pfeiffer, Dete Kuhlmann und Martin Kind weltberühmt. Deep Purple wird die lauteste Rockband der Welt, Martin Kind Hörgeräteunternehmer – eine lebenslange Schicksalsgemeinschaft nimmt ihren Lauf. » weiterlesen