Schlagwort-Archiv: Nationalmannschaft

Testspiele gegen Lolek und Bolek

Geht Euch das auch so? Das Wochenende ohne Bundesliga war blöd. Da wird tagelang ein großes Tamtam gemacht, dass die Liga endlich wieder beginnt (auch wir haben das Tamtam mitgemacht, ist ja auch schön, wenn der Ball nicht mehr nur bei irgendwelchen Super- und Alpen- und weiß-der Geier-wie-der-Sponsor-heißt-Cups rollt), dann füttern sie einen mit zwei bemerkenswerten Spieltagen an und macht dann einfach Pause. Protest. So geht das nicht. Weiterlesen

Bitte nicht nach Port Elizabeth!

Was meint Ihr? Haben wir gegen die Spanier eine Chance? Tintenfisch Paul, der alte Octopus, hat in seinem Aquarium in Oberhausen auf einen spanischen Sieg heute im WM-Halbfinale gegen Deutschland getippt. Das schlechte an der Nachricht ist: Paul hat bislang bei allen fünf deutschen Spielen richtig gelegen.

Das Gute ist: Leon, das Stachelschwein aus Chemnitz, tippt auch auf Spanien. Und aus dem Chemnitzer Tierpark hat bislang kein einziges Tier richtig gelegen.

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Das Team gibt es wirklich

Heute gab es eine 0:2-Niederlage gegen die Nationalmannschaft der Bürgermeister.

Die deutsche Nationalmannschaft gewinnt bei der WM die wichtigen Spiele, die deutsche Journalisten-Nationalmannschaft leistet sich dagegen in Südafrika die zweite Pleite: Nach dem unglücklichen 3:4 gegen die Deutsche Botschaft gab es heute eine 0:2-Niederlage gegen die Nationalmannschaft der Bürgermeister.

Wer jetzt beim Lesen denkt, dass ich ihn veräppele, für den habe ich extra den Wimpel fotografiert, den uns die Bürgermeister beim Spiel in der Deutschen Schule in Pretoria überreicht haben. Das Team gibt es wirklich. Und vielleicht zaubert Frank ja auch wieder irgendwo ein Mannschaftsfoto aus den Untiefen des World Wide Web …

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Das ist nicht Afrika

Es gibt jetzt von mir auch ein Bild mit einem jungen Löwen.

Das Bild war in jeder deutschen Zeitung zu sehen. Philipp Lahm, der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, streichelt einen jungen Löwen. Mein erster Gedanke war: Das würde ich auch mal gern machen. Also hieß es am Vormittag, dem “Lion Park” eine halbe Busstunde von Pretoria entfernt einen Besuch abzustatten. Da waren vor ein paar Tagen auch die deutschen Nationalspieler, um “mal andere Gesichter” (Lahm) zu sehen. Geht ja so nicht weiter, dass man in Südafrika ist und kein Tier der “Big five” sieht, mal abgesehen von den Motiven auf den Geldscheinen.´

Es gibt jetzt von mir auch ein Bild mit einem jungen Löwen. Einem sehr müden jungen Löwen. Es klingt vielleicht komisch, aber ich hätte gerne gewusst, was so ein junger Löwe denkt. Denkt er: “Der Lahm war aber viel netter zu mir.” Denkt er: “Ich wäre jetzt lieber im Krüger Nationalpark.” Oder denkt er: “Warum kann ich nicht einfach meine Ruhe haben und muss mich den ganzen Tag mit Menschen fotografieren lassen, die ich nicht kenne?”

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Stimmung in Bloemfontein

"Geile Kiste" in Bloemfontein: Deutsche Fans feiern den Sieg gegen England.

"Geile Kiste" in Bloemfontein: Deutsche Fans feiern den Sieg gegen England. (Foto: afp)

Ich bin in den letzten Stunden immer wieder gefragt worden, wie denn die Stimmung in Bloemfontein im Stadion war bei der “geilen Kiste” (Thomas Müller) gegen England. Also kommt heute ein kurzer Erlebnisbericht.
Das Wichtigste aus meiner Sicht: Es war ungemein friedlich. Deutschland gegen England, das verbinde ich immer auch mit Angst vor Randalen und Hooligans. Beides gab es nicht. Der einzige, der randalierte, war David Beckham, der auf der Bank dem Schiedsrichter an den Kragen wollte wegen des “Wembleytors in Bloemfontein“.

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Sagt mein Gefühl

Heute ist Samstag, nicht so ein typischer “Und täglich grüßt das Murmeltier”-Tag wie jeder andere, bestehend aus: Aufstehen (immer spätestens um 7 Uhr), Tagebuch schreiben für die Printkollegen, 11.30 Uhr Abfahrt mit dem Bus zum WM-Quartier der Nationalelf in Erasmia, “zirka 12.45 Uhr” (O-Ton DFB) Presssekonferenz oder Interviewtermin, 13.40 Rückfahrt mit dem Bus ins Hotel in Pretoria, Schreiben bis zum Umfallen, Bloggen nicht vergessen, Essen gehen (links ins Steakrestaurant oder rechts zum Italiener mit der Mussolini-Pizza), 2. Halbzeit WM im Fernsehen schauen, schlafen gehen.

Heute ist fast frei, ein bisschen was vorbereiten für das England-Spiel am Sonntag, kleinere WM-Bewegungsübungen im Park in Pretoria, solange es noch hell ist, bloggen, Einkaufen, kurz über den Kollegen ärgern, der geschrieben hat, der Blog sei bei seinen Lesern noch nicht angekommen, weil es nicht genug Kommentare gibt (Ist dies das Kriterium? Ich bin ja noch neu in der Welt der Klicks). Und dann ist auch gut.

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Schnell wieder weg

Wer nach Erasmia kommt, will vor allem eines: schnell wieder weg.

Ich habe gerade Lukas Podolski getroffen. Er stand vor dem deutschen WM-Mannschaftsquartier in Erasmia und kam nicht rein.  Es war natürlich nicht der richtige “Poldi”. Der Name steht auf seinem Trikot, er ist sieben Jahre alt und er war mit seiner Mutter zum Hotel “Velmore Grande” gefahren, um sich die deutschen Nationalspieler anzuschauen.

Immer mal wieder tauchen Fans im Deutschlandtrikot vor dem Quartier auf, zu sehen gibt es für sie nichts. Das Fünf-Sterne-Hotel ist umgeben von Backsteinmauern, durch das Haupttor kann man einen Blick hinein werfen, doch zu sehen gibt es dort nichts, vor allem keine Spieler.

Der kleine “Poldi” hofft vergeblich, dass der große “Poldi” mal rauskommt. Neulich wirbelte auf dem Hotelgelände mächtig Staub auf – die Spieler hatten mit ihren Quads eine kleine Tour gemacht. Es soll im Hotel Leguane geben, doch Jogi Löw und Co. machen um sie lieber einen Bogen.

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Hallo aus Jo(gi)burg!

Ein Stadion mehr für die Sammlung: das "Socer City"-Stadion in Johannesburg.

Ein Stadion mehr für die Sammlung: das "Socer City"-Stadion in Johannesburg.

Melde mich wie versprochen aus Jo(gi)burg und aus dem “Soccer City”-Stadion. Jetzt bin also schon dort, wo ich eigentlich am 11. Juli noch einmal gerne wäre. Dann findet hier das Finale der Fußball-WM statt.

Bei früheren Turnieren stand vorher immer fest: Egal, wie weit der Berti, Erich, Rudi und Klinsi mit ihrer Riege kommen, ich bin im Finale dabei. Notfalls ohne sie. In Südafrika ist das anders. Diesmal heißt es: Fliegt die Mannschaft nach Hause, muss ich mit.

Das hat damit zu tun, dass Südafrika so riesig ist und man nicht einfach in Pretoria – mein WM-Standort – ins Auto steigen und mal schnell beispielsweise nach Durban fahren kann. Es sind 600 Kilometer – so weit wie von Hannover nach München. Nur mit nicht ganz so guten Autobahnen.

Muss der Jogi eben ins Finale kommen. Und ich hätte noch ein bisschen Zeit, die länger werdende Wunschliste aus der Heimat, auf der auch Vuvuzelas stehen, abzuarbeiten.

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Nervosität vor dem Deutschland-Spiel

Wohlbehalten im Pressebereich angekommen, obwohl der Pilot selbst getankt hat.

Habe ich schon mal erzählt, dass ich ein bisschen Flugangst habe? Es ist nicht so, dass ich in  die Dinger nicht reingehe, aber ich kann vorher nachts schlecht schlafen, und jedes kleine Luftloch macht mich nervös.

Heute morgen ging es nach Port Elizabeth, P.E., wie der Südafrikaner sagt. 4.45 Uhr aufstehen, 5.30 Uhr mit dem Bus nach Johannesburg zum Flughafen – und da begann das große Warten. Um 7.15 Uhr sollte es losgehen, um 9.15 Uhr saßen wir im Flieger der Africa Charter Airline.

Ich war für meine Verhältnisse relativ entspannt, der erste Flug nach Durban mit den Afrika-Jungs war prima, neben mir wie immer der flugerfahrene und überhaupt nicht nervöse Herr Schneider von der Schwäbischen Zeitung. Dann die ersten Pilotendurchsage: Das Flugzeug muss noch getankt werden, geht aber gleich los. Nach einer Viertelstunde geht die Cockpit-Tür auf, heraus kommen der Pilot und sein Kopilot und verlassen den Flieger. Für einen Flugängstlichen wie mich ist das ein alarmierendes Zeichen. Weiterlesen

Im Hotel der deutschen Nationalmannschaft

Heute möchte ich Euch mal dorthin mitnehmen, wo man sonst nur mit einer Akkreditierungskarte reinkommt: ins Hotel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Erasmia. Es heißt „Velmore Grande“, hat offiziell fünf Sterne, auch wenn es mit seinen Backsteinmauern nicht danach aussieht. Es liegt rund 30 Minuten entfernt von der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria, bis zur „WM-Hauptstadt“ Johannesburg sind es 50 Minuten.
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