Hoffen ohne Garantie

Man soll bekanntlich niemals nie sagen. Und: Im Leben sieht man sich immer zweimal. Zu diesen Weisheiten, die das Lebens schreibt, hat Hannover 96 seine spezielle Diktion geliefert. Wieder mal. Eine Jobgarantie, wie sie Clubchef Martin Kind noch vor zwei Wochen Tayfun Korkut gegeben hat, ist in diesem Geschäft einfach nichts wert. Kein Trainerwechsel mehr in dieser Saison: Wer daran noch glaubt, wenn es ums große Ganze geht, ist selber schuld. Und das gilt nicht nur für einen Fußballverein wie den aus Hannover, wie es sich in der Bundesliga in schöner Regelmäßigkeit zeigt.

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Wer knipst 96 zum Klassenerhalt?

Fu§ball Hannover 96-Hertha BSC BerlinWer beim Fußball gewinnen will, der muss Tore schießen. Okay, das ist ein alter Hut, aber an der Wahrheit dieser Aussage hat sich bis heute nichts geändert. Bei vielen Mannschaften, die zurzeit um die Existenz in der Bundesliga kämpfen, sorgt diese Fußballweisheit für große Schwierigkeiten, auch bei Hannover 96. 32 Treffer hat 96 bislang erzielt, das ist zwar nicht berauschend, aber es gibt zum Glück noch schlechtere Teams. Das Problem bei den “Roten” ist jedoch, dass sich den Löwenanteil der Tore zwei Spieler aufteilen: Joselu und Lars Stindl. Weiterlesen

Führungsspieler gesucht

FC Schalke 04 - Hannover 96 1:0Das war schon enttäuschend und desolat, was 96 da in der 1. Halbzeit in Mönchengladbach abgeliefert hat. Sie einfach tot zu stellen und darauf zu hoffen, dass der andere diese Gelegenheit nicht nutzt, das funktioniert vielleicht im Tierreich, aber nicht im Fußball. Was den “Roten” neben Aggressivität und Mumm fehlte, waren auch Führungsspieler, die die Mannschaft wachrütteln und in kritischen Situationen das Heft in die Hand nehmen und vorneweg marschieren. Doch dieser Aufgabe scheint in dieser Mannschaft keiner gewachsen zu sein. Weiterlesen

27+7=Klassenerhalt

Aus 1 BL Saison 2013 2014 Hannover 96 gegen den Hamburger SV am 12 04 2014 in der HDI Arena Im Fot

Es hätte schlechter laufen können für die “Roten”. Nicht beim eigenen Spiel gegen den FC Bayern, da hatten die 96-Spieler allen Grund, sich zumindest über zwei Entscheidungen von Schiedsrichter Tobias Welz, die zum Ausgleich und zur Bayern-Führung führten, zu beschweren. Das war ärgerlich, denn es sah ganz so aus, als ob für die “Roten” gegen den übermächtigen Rekormeister etwas möglich gewesen wäre. Gut bis sehr gut lief es aus 96-Sicht hingegen in den anderen Spielen, denn die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt konnte kaum Boden gutmachen. Weiterlesen

Das verflixte 13. Jahr

Hannover 96 - VfB Stuttgart

Und nun? Bei den Anhängern von Hannover 96 geht die Angst um: Sieben Spiele in Folge, in denen der Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut kein Sieg gelang, zeigen Wirkung. In der Tabelle der Bundesliga und in der Gefühlswelt derjenigen, denen die „Roten“ am Herzen liegen. Ein Spiel wie das gegen den FC Bayern in Hannover, in normalen Jahren als fußballerisches Bonbon herbeigesehnt, möchte man in diesen Tagen am liebsten aus dem Terminkalender streichen. Danach geht es nach Mönchengladbach, dann kommt der wiedererstarkte BVB. Findet sich 96, derzeit noch Elfter, anschließend auf einem Abstiegsplatz wieder?

Wer nicht von der rosaroten Fanbrille geblendet wird, der rechnet sich im Monat März nicht viel aus. Eigentlich gar nichts. Es dürfte bei 27 Punkten bleiben. Dann folgen noch acht Spiele, in denen es ums nackte Überleben in der Liga geht. In denen gezittert und gehofft werden muss. Eigentlich sollten diese Zeiten in Hannover vorbei sein. Doch wir schreiben das verflixte 13. Jahr in der 1. Liga seit dem Wiederaufstieg.

Geben wir den „Roten“ also moralische Hilfestellung, das kann in dieser kritischen Lage nicht schaden. Der Blick auf die Ergebnisse gegen die Mannschaften, mit denen es 96 im April und im Mai noch zu tun bekommt, macht durchaus Mut. Elf Punkte sind in der vergangenen Saison gegen diese Kontrahenten zusammengekommen: durch Siege in Frankfurt und in Wolfsburg sowie gegen Freiburg, des Weiteren durch Unentschieden gegen Berlin und in Augsburg. Das würde allemal reichen. Auch mit acht Zählern käme 96 im Kampf um den Klassenerhalt wohl über die Runden. In dieser Saison gehört minimalistisches Denken einfach dazu. Denn erneut in Wolfsburg zu gewinnen, das wäre schon wie ein Sechser im Lotto. Ist vielleicht jemand anderer Meinung?

Das Problem: Es muss mal wieder ein Dreier her. Nicht erst am 23. Mai im letzten Spiel gegen Freiburg. Denn dann ist es garantiert zu spät. Und dieses Datum, mit dem sich für die „Roten“ die deutsche Meisterschaft von 1954 und der Pokalsieg von 1992 verbinden, bekäme einen rabenschwarzen Anstrich.


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Wer ist der Retter in der Not?

Hannover 96 - Germania EgestorfEs wird langsam aber sicher ungemütlich bei Hannover 96. Die Pleite gegen Paderborn, die anschließenden Pfiffe für die Mannschaft, der Rauswurf von Felipe, und auch der Druck auf Trainer Tayfun Korkut wird immer größer. Auch wenn keiner bei 96 die Wörter Krise und Abstiegskampf in den Mund nehmen will: Wie sonst soll man die aktuelle SItuation der “Roten” beschreiben? Es muss sich etwas ändern, und zwar ganz schnell. Sonst findet sich 96 schon bald ganz unten im Ligakeller wieder. Weiterlesen

Ein Fall für Zwei?

Warum nicht miteinander statt gegeneinander wie hier im Training: Artur Sobiech (links) und Joselu.

Warum nicht miteinander statt gegeneinander wie hier im Training: Artur Sobiech (links) und Joselu.

96 hat ein Torproblem, das ist unstrittig. 23 Treffer in 20 Spielen sind zu wenig. Wie aber erzielt die Mannschaft mehr Tore? Wäre 96 mit einem System mit zwei Stürmern erfolgreicher?

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Wer macht den Huszti?

StindlDas tat doppelt weh: Der verschossene Elfmeter von Joselu bei der 1:2-Niederlage in Hamburg  schmerzte nicht nur den 96-Stürmer, der in diesem Jahr noch ohne Erfolgserlebnis ist. Auch die Mannschaft hatte an diesem Fehlschuss zu knabbern. Hätte der Spanier, der in den bisherigen Spielen der Rückrunde auch die besten Chancen nicht nutzten konnte, besser einen anderen 96-Spieler schießen lassen sollen, weil am alten Brehme-Spruch “Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!” doch etwas dran ist? Oder muss sich ein glückloser Stürmer in so einer Situation den Ball nehmen, damit es nach einem Erfolgserlebnis vielleicht wieder aufwärts geht?

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