Wie gut ist die Stimmung?

Foto: zur Nieden

Foto: zur Nieden

Der HAZ-Artikel über die Stimmung am Sonnabend im Stadion hat kontroverse Reaktionen auf HAZ.de sowie bei Facebook und Twitter hervorgerufen. Deshalb melde ich mich an dieser Stelle noch einmal zu Wort.

Ich berichte seit 1992 über Hannover 96, habe also die guten und die schlechten Zeiten erlebt, auch von der Stimmung her. Wie man an Euren Beiträgen sieht, gibt es offensichtlich nicht nur viele Meinungen, ein Fußballspiel zu bewerten. Sondern auch die Stimmung bei einem Spiel. Und die fand ich, und so steht es auch im Bericht des Kollegen Jörg Grußendorf, zeitweise wirklich gut. Na klar, das ist noch keine Stimmung wie gegen Sevilla. Aber viele Besucher haben sich anstecken lassen von einer beherzten Mannschaft und sie angefeuert – so haben es übrigens auch die Spieler empfunden. Und wann hat es das zuletzt gegeben, dass die gegnerische Mannschaft bei Ballbesitz auch mal ausgepfiffen wird? Und wann gab es zuletzt “Steht auf, wenn Ihr Rote seid”-Rufe, und tatsächlich sind viele aufgestanden?

Jeder empfindet die Stimmung anders, deshalb können wir es nie allen recht machen. Die Formulierung “Fast wie in den besten Tagen” ist sicherlich etwas übertrieben. Einverstanden. Aber warum die Sache nicht mal positiv angehen? Mit dem Schönschreiben von Stimmung hat das deshalb noch lange nichts zu tun.

Führungsspieler gesucht

FC Schalke 04 - Hannover 96 1:0Das war schon enttäuschend und desolat, was 96 da in der 1. Halbzeit in Mönchengladbach abgeliefert hat. Sie einfach tot zu stellen und darauf zu hoffen, dass der andere diese Gelegenheit nicht nutzt, das funktioniert vielleicht im Tierreich, aber nicht im Fußball. Was den “Roten” neben Aggressivität und Mumm fehlte, waren auch Führungsspieler, die die Mannschaft wachrütteln und in kritischen Situationen das Heft in die Hand nehmen und vorneweg marschieren. Doch dieser Aufgabe scheint in dieser Mannschaft keiner gewachsen zu sein. Weiterlesen

27+7=Klassenerhalt

Aus 1 BL Saison 2013 2014 Hannover 96 gegen den Hamburger SV am 12 04 2014 in der HDI Arena Im Fot

Es hätte schlechter laufen können für die “Roten”. Nicht beim eigenen Spiel gegen den FC Bayern, da hatten die 96-Spieler allen Grund, sich zumindest über zwei Entscheidungen von Schiedsrichter Tobias Welz, die zum Ausgleich und zur Bayern-Führung führten, zu beschweren. Das war ärgerlich, denn es sah ganz so aus, als ob für die “Roten” gegen den übermächtigen Rekormeister etwas möglich gewesen wäre. Gut bis sehr gut lief es aus 96-Sicht hingegen in den anderen Spielen, denn die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt konnte kaum Boden gutmachen. Weiterlesen

Das verflixte 13. Jahr

Hannover 96 - VfB Stuttgart

Und nun? Bei den Anhängern von Hannover 96 geht die Angst um: Sieben Spiele in Folge, in denen der Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut kein Sieg gelang, zeigen Wirkung. In der Tabelle der Bundesliga und in der Gefühlswelt derjenigen, denen die „Roten“ am Herzen liegen. Ein Spiel wie das gegen den FC Bayern in Hannover, in normalen Jahren als fußballerisches Bonbon herbeigesehnt, möchte man in diesen Tagen am liebsten aus dem Terminkalender streichen. Danach geht es nach Mönchengladbach, dann kommt der wiedererstarkte BVB. Findet sich 96, derzeit noch Elfter, anschließend auf einem Abstiegsplatz wieder?

Wer nicht von der rosaroten Fanbrille geblendet wird, der rechnet sich im Monat März nicht viel aus. Eigentlich gar nichts. Es dürfte bei 27 Punkten bleiben. Dann folgen noch acht Spiele, in denen es ums nackte Überleben in der Liga geht. In denen gezittert und gehofft werden muss. Eigentlich sollten diese Zeiten in Hannover vorbei sein. Doch wir schreiben das verflixte 13. Jahr in der 1. Liga seit dem Wiederaufstieg.

Geben wir den „Roten“ also moralische Hilfestellung, das kann in dieser kritischen Lage nicht schaden. Der Blick auf die Ergebnisse gegen die Mannschaften, mit denen es 96 im April und im Mai noch zu tun bekommt, macht durchaus Mut. Elf Punkte sind in der vergangenen Saison gegen diese Kontrahenten zusammengekommen: durch Siege in Frankfurt und in Wolfsburg sowie gegen Freiburg, des Weiteren durch Unentschieden gegen Berlin und in Augsburg. Das würde allemal reichen. Auch mit acht Zählern käme 96 im Kampf um den Klassenerhalt wohl über die Runden. In dieser Saison gehört minimalistisches Denken einfach dazu. Denn erneut in Wolfsburg zu gewinnen, das wäre schon wie ein Sechser im Lotto. Ist vielleicht jemand anderer Meinung?

Das Problem: Es muss mal wieder ein Dreier her. Nicht erst am 23. Mai im letzten Spiel gegen Freiburg. Denn dann ist es garantiert zu spät. Und dieses Datum, mit dem sich für die „Roten“ die deutsche Meisterschaft von 1954 und der Pokalsieg von 1992 verbinden, bekäme einen rabenschwarzen Anstrich.


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Wer ist der Retter in der Not?

Hannover 96 - Germania EgestorfEs wird langsam aber sicher ungemütlich bei Hannover 96. Die Pleite gegen Paderborn, die anschließenden Pfiffe für die Mannschaft, der Rauswurf von Felipe, und auch der Druck auf Trainer Tayfun Korkut wird immer größer. Auch wenn keiner bei 96 die Wörter Krise und Abstiegskampf in den Mund nehmen will: Wie sonst soll man die aktuelle SItuation der “Roten” beschreiben? Es muss sich etwas ändern, und zwar ganz schnell. Sonst findet sich 96 schon bald ganz unten im Ligakeller wieder. Weiterlesen

Ein Fall für Zwei?

Warum nicht miteinander statt gegeneinander wie hier im Training: Artur Sobiech (links) und Joselu.

Warum nicht miteinander statt gegeneinander wie hier im Training: Artur Sobiech (links) und Joselu.

96 hat ein Torproblem, das ist unstrittig. 23 Treffer in 20 Spielen sind zu wenig. Wie aber erzielt die Mannschaft mehr Tore? Wäre 96 mit einem System mit zwei Stürmern erfolgreicher?

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Wer macht den Huszti?

StindlDas tat doppelt weh: Der verschossene Elfmeter von Joselu bei der 1:2-Niederlage in Hamburg  schmerzte nicht nur den 96-Stürmer, der in diesem Jahr noch ohne Erfolgserlebnis ist. Auch die Mannschaft hatte an diesem Fehlschuss zu knabbern. Hätte der Spanier, der in den bisherigen Spielen der Rückrunde auch die besten Chancen nicht nutzten konnte, besser einen anderen 96-Spieler schießen lassen sollen, weil am alten Brehme-Spruch “Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!” doch etwas dran ist? Oder muss sich ein glückloser Stürmer in so einer Situation den Ball nehmen, damit es nach einem Erfolgserlebnis vielleicht wieder aufwärts geht?

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Kein Eisvogel in Sicht

FC Schalke 04 - Hannover 96Und täglich grüßt das Murmeltier! Wie schon gegen Schalke versiebten die Roten auch gegen Mainz die besten Chancen, ein Punkt aus den ersten beiden Spielen der Rückrunde, das ist zu wenig für die lautstark erklärten Europapokal-Ambitionen. Woran liegt es, dass 96 so mit Toren geizt? Weiterlesen

Alles klar bei Tarnat

Schaute beim Trainingsspiel gegen den FC Aarau vorbei: Michael Tarnat, ehemaliger 96-Spieler und heute Nachwuchskoordinator beim FC Bayern. Treblin

Schaute beim Trainingsspiel gegen den FC Aarau vorbei: Michael Tarnat, ehemaliger 96-Spieler und heute Nachwuchskoordinator beim FC Bayern.
Treblin

Wintertrainingslager in der Türkei und besonders Testspiele der  Fußball-Bundesligisten sind auch immer ein beliebter Treffpunkt für Trainer, Manager und Berater. Manch ein Profi oder Ex-Spieler nutzt auch die Gelegenheit, ehemalige Teamgefährten wiederzusehen. So waren viele 96er, die sich heute per Charterflug wieder auf den Heimweg machten, beim Test des SC Paderborn, um den früheren „Roten“ Moritz Stoppelkamp zu treffen.  Beim letzten Trainingslager-Test von Hannover 96 gegen den FC Aarau (3:1)  wiederum guckte Michael Tarnat kurz bei den „Roten“ vorbei.

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Jana schleppt Bälle und kickt mit

Hannover 96 - Trainingslager

Jana Menzel darf bei ihrem Fußballlehrer-Lehrgang im 96-Trainingslager in Belek nicht zuschauen und assistieren, sondern auch mit Christian Pander, Jan Schlaudraff und all den anderen Profis mitkicken. dpa

Jana hier, Jana da, Jana überall. Sie trägt Bälle, schleppt Slalomstangen, legt Gymnastikmatten aus – und sie mischt auch beim Training der „Roten“ in Belek munter mit: Jana Menzel macht das alles mit einem Strahlen im Gesicht. Die 27-Jährige ist Verbandssportlehrerin beim Niedersächsischen Fußballverband. Im Rahmen ihres Fußballlehrer-Lehrgangs, den sie gemeinsam mit den früheren 96ern Frank Fahrenhorst  und  Vahid Hashemian absolviert, macht sie ein Trainingspraktikum bei 96 und darf bei vielen Einheiten sogar mitspielen.

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